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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Die Kohlehydrate,

andererseits, weil wir auf dieselben Dinge bei der Verdauung zurück'kommen werden, bei der Umwandlung der Stärke in Dextrin und Zuckeiim Darmkanale.

Wir haben uns bisher mit demjenigen Kohlehydrate beschäftig*'welches für unsere Ernährung das wichtigste ist, mit der Stärke und m lt;deren Umwandlungsproducten. Es reihen sich dieser nun einige Substanzenan, welche uns auch zur Nahrung dienen. Unter diesen steht der Stärkeam nächsten der stärkemehlartige Körper im isländischen Moos, in Q el 'Cetraria islandica, das sogenannte Lichenin. Es wird von uns für g e 'wohnlich nicht genossen, wohl aber wird es benutzt als Ernährungsmittelfür Kranke, und namentlich in früheren Zeiten wurde es an Brustkrankevielfältig verabreicht. Man gewinnt das Lichenin, indem man die Cetrariaislandica wenigstens vierundzwanzig Stunden mit einer sehr verdünnte 0Lösung von kohlensaurem Natron macerirt. Dadurch wird eine bittereSubstanz aus derselben ausgezogen, welche man hinterher mittelst Wassersammt dem kohlensauren Natron auswäscht. Die so behandelte Flechtewird dann zerkocht und die Flüssigkeit, welche man durch Kochen ei'hält, wird durch ein Tuch geseiht. Wenn sie hinreichend concentrirt ist»gesteht sie in der Kälte zu einer Gallerte. Wenn man sich das Licheninreiner verschaffen will, fällt man es aus einer wässerigen Lösung niiAlkohol. Man kann es dann auf dem Filtrum sammeln, und erhält esals ein weisses Pulver, welches die Zusammensetzung der Stärke h at 'und sich mit Jod blau färbt.

Eine andere der Stärke nahestehende Substanz, eine Substanz, o iesich in ihren Eigenschaften zwischen Stärke und Erythrodextrin stellt»und welche für uns von grossem physiologischen Interesse ist, ist dassogenannte Glycogen. Das Glycogen wurde gleichzeitig von Berna' 0und Hensen in der Leber entdeckt. Es ist ein weisses, der Starkähnliches Pulver, das sich mit Jod nicht blau, sondern roth färbt, ^

das Erythrodextrin. Es gibt aber nicht, wie das Erythrodextrin,

mit

Wasser klare Lösungen, sondern die verdünnten Lösungen sind opalisiren idie concentrirteren milchig trübe. Es wird durch Alkohol, durch Eisessjoaus seinen wässerigen Lösungen gefällt, ganz wie das Dextrin und dlGummiarten. Durch Gerbsäure wird es aus seinen sauren, und begrossem Ueberschuss derselben auch aus seinen ursprünglich neutraleLösungen gefällt. Auch von essigsaurem Blei, das man mit Ammoniaversetzt hat, wird es niedergeschlagen. Dieses Glycogen, welches maUiweil es zuerst in der Leber gefunden wurde, auch als Leberglycog ebezeichnete, und das bei Behandlung mit Säuren in ähnlicher Weise uZucker übergeht, wie die Stärke und das Erythrodextrin, kommt nie 11allein in der Leber vor, sondern auch in den Muskeln, in der mütte*"liehen Plaeenta, dann in den embryonalen Geweben reichlicher als i 1den fertigen Geweben, so dass es im Embyo in einzelnen Partien, nanien^lieh in der Anlage der Hufe und Klauen der Thiere, in der Anlage derLunge in sehr grosser Menge abgelagert ist und daraus später vollständigoder nahezu vollständig verschwindet. Wir nehmen das Glycogen zu uüberstens in der Leber, zweitens im Muskelfleische, und zwar um B °mehr, je frischer das Fleisch in den Kessel kommt, denn nach dem T° dändert sich das Glycogen sehr bald in Zucker, und der Zucker in Mü 00 'säure um. Auch in den Austern und anderen Schalthieren ist Gljß°S eü