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Technik der pharmaceutischen Receptur
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Keceptur. Pflichten des Eeceptars.

Mit Receptur bezeichnet man den Geschäftsumgang in einerpharmaceutischen Officin, welcher die Ausübung der Receptir-kunst und die Dispensation oder Abgabe der Arzneien bezweckt.Die Receptur ist der wahre Endzweck der Pharmacie und alleanderen Aufgaben und Bestrebungen der pharmaceutischen Kunstbezwecken genau genommen nur die Hülfsmittel zur Ausführungder Receptur.

Die Pieceptirkunst ist die kunstgerechte Zusammensetzungund Mischung von Arzneistoffen nach den gewöhnlich schrift-lichen Verordnungen der Aerzte. Diese schriftlichen Verord-nungen werden Recepte genannt, und derjenige, welcher dieReceptirkunst ausübt, heisst Pieceptarius. Diesem ist seinWirkungskreis in der Apotheke an dem sogenannten Receptir-tische, welcher neben mehreren kleineren und grösseren Hand-waagen eine Tarirwaage trägt und mit Schiebkästen und Schränkenzur Aufnahme leerer Medicingläser, der Mörser, Mensurtöpfe,Pillenmaschinen, Löffel, Spatel und anderer B.ecepturgeräthschaftenversehen ist, angewiesen.

Die Ordnung, die von der Receptur als Geschäftsumgangselbst gefordert wird, ferner Sitten und Gewohnheiten, sowiedie Ansprüche der Aerzte und des arzneibedürftigen Publikumshaben für den Receptar Verhaltungsregeln sanetionirt, die mitdem Namen Receptur regeln belegt und auch von allen Phar-maceuten als un erlässlich anerkannt sind. Diese Pieceptur-regeln ergeben sich dem aufmerksamen Leser zunächst aus fol-genden Vorbemerkungen.

In jeder Officin sind die Geschäfte nicht gleichmässig aufdie Tageszeit vcrtheilt, und es fügt sich, dass in der frequen-testen oft zu ganzen Stunden kein Recept zur Anfertigung vor-liegt, während in kleinen Officinen Momente eintreten, welchedem Pieceptar eine überhäufte Beschäftigung auferlegen, zu-malen wenn ihm die Besorgung des Handverkaufs zugleich ob-

Hager, Technik der pharm. Receptur. ]