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Technik der pharmaceutischen Receptur
Entstehung
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Vorrede zur vierten Auflage.

Durch die zweite Ausgabe der Pharmacopoea Germanica istdie Receptur zum Kernpunkte der fachlichen Aufgabe des Pharma-ceuten geworden, und um so mehr muss und soll es das Bestrebenjedes pflichttreuen Pharmaceuten sein, in der Ausführung derRecepturkunst möglichst Vollkommenes zu leisten.

Was sich seit der Ausgabe der dritten Auflage Neues undBrauchbares in Beziehung zur Recepturkunst eingefunden hat undbekannt geworden ist, habe ich auch in dieser vorliegenden Aus-gabe erwähnt und besprochen, und nur gewisse Specialitäten,deren Darstellung auf dem fabrikmässigen Wege einigermaassenlohnend ist, liess ich bis auf einige wenige unerwähnt.

Hoffentlich wird auch diese Auflage eine ähnliche günstigeAufnahme finden, wie die früheren Auflagen. Da ein ähnlichesWerk über die Technik der Receptur in Deutschland nicht existirt,so war ich nicht wenig erstaunt, dass ich, mich unlängst mitmehreren jüngeren Pharmaceuten über die Pflichten und Aufgabendes Apothekers unterhaltend, erfahren musste, dass diesen jungenPharmaceuten die »Technik der pharmaceutischen Receptur« etwasUnbekanntes war. Wahrscheinlich erfreuten sie sich eines vor-züglichen Unterrichts, welcher diese »Technik« überflüssig machte.

Um den Zwecken der Pharmacie zu dienen, richtete ich dasWerk so ein, dass es sich für den Selbstunterricht eigene und inder Praxis ein Hilfsbuch sei. Demnach ist dieses Werk für jedenlernenden Pharmaceuten ein unentbehrliches Handbuch und Lehr-buch. — Möchte ich mich hier nicht einem Irrthume hingegebenhaben.

Frankfurt a. O.im December 1883.

Der Verfasser.