Druckschrift 
1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
Entstehung
Seite
220
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

220

Metalloide.

Darstellung.

Eigen-schaften.

Ist inhohemGradeexplosiv.

vst»"

eine wässerigere Säure, welche erst bei 203°C. übergeht. Die kr}'sirte Säure löst sich unter starker Erhitzung in Wasser, sie wirktso energisch auf organische Substanzen ein, wie die reine Säure, eI)det aber, besonders im flüssigem Zustande, Holz und Papier.

Wenn verdünnte Säure destillirt wird, so geht zuerst Wasserdann verdünntere Säure, bei 203°C. wird der Siedepunkt constan*es geht eine Säure über, welche 72,3 Proc. Ueberchlorsäure enthält-

Die Ueberchlorsäure ist eine starke Säure und bildet mit Base r

¥ i

, 0\

überchlorsauren Salze, die sich im Allgemeinen den chlorsauren äverhalten. Ihr Anhydrid ist nicht bekannt.

Darstellung. Man gewinnt die Ueberchlorsäure durch Destides überchlorsauren Kaliums mit einem grossen Ueberschusse von <">■ ,.trirter Schwefelsäure, oder aber, in ähnlicher Weise wie die ChlorsäureZersetzung des überchlorsauren Kaliums durch Kieselfluorwassersto

;ill>"

du 1 ' 1

Das überchlorsaure Kalium, den Ausgangspunkt für die Gewinnui'fe

J>' r

Ueberchlorsäure, erhält man durch Schmelzen des chlorsauren

KaÜ<

(,v

bis dasselbe bei gleichbleibender Temperatur nicht mehr reichlich SaU e , .(entwickelt. Die geschmolzene Masse ist dann in ein Gemenge vonlöslichem Chlorkalium und schwerlöslichem überchlorsaurem Kaliu" 1 .^wandelt, aus welchem man durch Auflösen und Krystallisirenlasse 11überchlorsaure Kalium vom Chlorkalium trennt. „i

Auch durch Kochen von Kieselfluorwasserstoffsäure und chlors»Kalium kann Ueberchlorsäure dargestellt werden.

Unter chlor i g säure an hydr id.

Syn.: Wasserfreie unterchlorige Säure.

CIO

Verbinduiigsgewiclitsformel.

Aton listische Molek ularfon»?

1.

:{ fr*

Verbindungsgewiclit = 43,5. Molekulargewicht = 87. Volumgewiclit (spe" 11 ' .,,des Dampfes, Wasserstoff = 1): 43,6 Specif. Gew. (atmosph. Luft = 1): 3,014 b e

net, 2,97 gefunden. Proc. Zusammensetzung: Chlor 81,59, Sauerstoff

IS,* 1 '

V 1

Das Unterchlorigsäure-Anhydrid stellt eine dunkelrothe, scho ,-|- 20°C. siedende Flüssigkeit dar, welche sich bei dieser Temper»*'ein rothgelbes Gas verwandelt und dann, um wieder flüssig zu ^ 6bis unter — 30° C. abgekühlt werden muss. ,]i,

Der Dampf besitzt einen durchdringenden, chlorartigen ^ e Jund ist so explosiv, dass er schon durch die Wärme der H» 116 ^in Berührung mit Kohle bei gewöhnlicher Temperatur, unter f -ation in 2 Volumina Chlorgas und 1 Volumen Sauerstoffgas ze ^„Mit den meisten brennbaren Körpern, wie Phosphor, Schwefel, Selen "• Jverpufft er ebenfalls. Im Sonnenlichte erfolgt die Zersetzung in Chi 0Sauerstoff langsam und ohne Explosion. Auch gepulverte MetaJl e

" f e« n

: a *üt it

ör per

Hein 11 ' 6

59- 2 0cln .' 5 ' Das

J 16 *ä SSeS*

S. Si ,

N*de*** sie s5* Chl„,

Sa»

!? g ^St *

a,1 Vdr