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1 (1871) Lehrbuch der anorganischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Ueberchlorsäure.

219

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arstellung. Die Darstellung der freien Chlorsäure ist eine sehr Darstellung.c j. Ouliche Operation und beruht zunächst auf der Darstellung eines\ „i. ,lUl 'en Salzes. Leitet man nämlich Chlorgas in eine Auflösung vontyu ^drat = KHOo, so verwandeln sich b ' G des Kalis in Chlorkalium,stall Ve in chlorsaures Kalium umgesetzt wird, welches sich in Kry-en ausscheidet:

6C1 + 6KHO., = 5 KCl + KC10„ + 6HO.!(; (ll ",. Us dem erhaltenen chlorsauren Kalium wird die Chlorsäure durch

K, "

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°i'wasserstoffsäure abgeschieden und durch Verdunsten unter dem

Kali . en der Luftpumpe coneentrirt, oder aber es wird das chlorsaure

s än r ln chlorsaures Baryum verwandelt und dieses Salz durch Schwefel-

Mr eiSe tzt, wobei schwefelsaures Baryum sich abscheidet und Chlorsäure

St Weiht.

as Anhydrid der Chlorsäure ist nicht bekannt.

Ueberchlorsäure.

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oder HO,C10 7

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gewichtsformel.

HC10 4

Atomistische Molekularformel.

ln gsgewicht == 100,5. Molekulargewicht = 100,5. Proc. Zusammenset-zung: Chlor 35,33, Wasserstoff 0,99, Sauerstoff 03,68.

Ce »tr' 6 eoerc hlorsäure ist eine farblose, ölige, im Aeusseren der con-I,7g„ 6tl Schwefelsäure ähnliche, stark sauer schmeckende Flüssigkeit von\ ^ s Pecif. Gewicht bei 15,5°0. Bei — 38°C. wird sie noch nicht fest.Neb n] i ■ ^ * s * durchsichtig und farblos, an feuchter Luft dicke, weissestiljj dend. Die Ueberchlorsäure lässt sich nicht ohne Zersetzung de-2ei '8et- ' sieh erhitzt, färbt sie sich dunkler, beginnt bei 75° C. sich zu

ein . n u nd stösstbei 92° C. dicke, weisse Dämpfe aus, es entwickelt sichMe u ^erchlorsäure riechendes Gas, und es destillirt eine kleine Menge

Eigen-schaften.

tritt 1? ^ gefärbter explosiver Flüssigkeit über; bei weiterem Erhitzen' s cb P 0s ion ein. Mit Wasser zusammengebracht, verursacht die Säure] 'H j Unc ^ das Gemisch erwärmt sich sehr stark. Auf Kohle, AetherW . ere organische Substanzen gebracht, explodirt sie mit grosser Hef-tet ' ^^ Alkohol mischt sie sich ohne Erwärmung, doch tritt auch^Vl 6a Explosion ein. Auf der Haut erzeugt sie sehr bösartige

e 'Hi» ' "^ m Lichte färbt sie sich bald dunkler und zersetzt sich nach^ Wochen von selbst unter Explosion.

ich Destillation mit dem mehrfachen Gewichte concentrirter

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*»Ure wird sie zum Theil in Chlorgas und Sauerstoffgas zersetzt,e " aber in rauchende, gelbliche, am Sonnenlichte sich rasch blei-ie icht schmelzbare Krystallnadeln verwandelt: krystallisirte Krystall%lt , . '°rsäure, HC10 8 -f 2 aq. Diese krystallisirte Säure zer-110° C. in reine Ueberchlorsäure, welche destillirt, und in

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sirte Ueber-chlorsäure.