>*»'•■•*»<
fl^»
—
H
168
nicht aber ihr Gewicht, und die Wage folgt ihnenleicht durch alle, seihst die überraschendsten Modifi-kationen.
Denken Sie einen Augenbliek nach, so werden Siesehen, dafs Lavoisier in einigen Sätzen alle Einbildun-gen, womit die Eitelkeit philosophischer Schulen sichseit zweitausend Jahren eingewiegt hatte, vernichtete,ganz so, wie er die falschen Lehren zerstörte, welcheeine unvollkommene Erfahrung Stahl'n eingegeben hatte.
Erwägen Sie diese Sätze, so werden Sie finden,dafs Lavoisier uns die ganze Harmonie der tastbarenNatur enthüllt, wie Newton die der sichtbaren Weltenoffenbart hatte. Sie werden sehen, dafs er uns alleErscheinungen erklärt, welche im Bereiche unserer
Hände vor sich gehen.
oder uns wenigstens mit einem
Instrumente beschenkt, welches uns gestattet, die Er-klärung ohne Schwierigkeit selbst zu finden.
Sie werden sehen, und keinem Chemiker ist esheutzutage unbekannt, dafs, um eine richtige Theoriezu finden, die strenge Analyse der angewandten Sub-stanzen, und derjenigen genügt, welche die Erschei-nungen, deren Erklärung man sucht, hervorbringen, dafsdie ganze Chemie auf diesen Gewichtsanalysen be-ruht, und dafs die Wage unsere Theorien bildet odervernichtet. Sie werden die Ueberzeugung behalten,dafs Lavoisier nicht nur die richtige Erklärung derchemischen Erscheinungen entdeckt, sondern die Che-miker auch mit einer Methode der Beobachtung be-schenkt hat, welche ihnen fehlte, und woraus Alle glei-chen Vortheil ziehen können.
Sie werden nun die Verführung begreifen, welcheder grofse Lavoisier für sein Jahrhundert zuwegebrachte. Sie werden sie noch besser verstehen, wennich hinzufüge, dafs Lavoisier, indem er sich mit selte-ner Ausdauer dem Studium der Luft, des Wassers, der