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und ausgedehnter, seine Sprache zierlicher und klarer.Das ist der Charakler des Genies, welches stets den Ge-genstand überwältigt. Das ist der Gang desjenigen, wel-cher die Natur zu verknüpfen weifs, und, das Auge stetsauf die Wahrheit gerichtet, sich niemals durch ein fal-sches Licht blenden läfst.
Hören wir dagegen Priestley, welcher gesteht: jeweiter ich fortschreite, um so weniger begreife ich; jemehr ich entdecke, um so weniger weifs ich, je mehrich prüfe, um so mehr zweifle ich; und wenn wir esglauben w 7 ollen, so setzt er hinzu, dafs dies eine noth-wendige Folge der experimentellen Wissenschaften, einBeweis von der Vortrefflichkeit seiner Methode und derRichtigkeit seiner Ideen sei. Seine Methode reduzirtsich aber darauf, zu sagen, dafs die Fakta alles, und dieallgemeinen Ideen ein eitles Phantom seien, welcheshöchstens dazu gut sei, die Entdeckung einiger neuenFakta zu veranlassen.
Aber während der Horizont sich um ihn mehr undmehr verdunkelte, brachte für Lavois. jeder Tag ein neuesLieht. Je mehr Fakta er entdeckt, um so besser ver-steht er sie; jede seiner Entdeckungen dient dazu, eineSchwierigkeit, welche noch übrig geblieben war, ausdein Wege zu räumen. Alle Fakta, welche man um ihnher beobachtet, dienen zur Ergänzung irgend eines un-vollständig gebliebenen Raisonnements. Es ist dies inder That die Eigenschaft einer richtigen allgemeinenTheorie; sie gestattet nicht allein die Erklärung dessen,was man schon kennt, sondern auch dessen, was man inder Folge noch lernt, und selbst der Nachwelt zu ent-decken übrig läfst.
Indessen ist nichts gewöhnlicher, als dieser Gegen-satz. Es giebt noch Viele in der Wissenschaft, welchewie Priestley reden, und diejenigen sind selten, welche wieLavoisier urtheilen. Jetzt wie damals, in's künftige wie
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