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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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ein geeignetes Mittel gefunden hatte, schnell in JenGeist der Masse des Neuen einzudringen, worin mansich vielleicht ein wenig zu sehr von den alten Gewohn-heiten der Bevölkerung entfernt hat?

Im Jahre 1791 gab Lavoisier seinen Traite surla rieh esse territoriale de La France heraus,dessen Druck die gesetzgebende Versammlung auf Ko-sten des Staats befahl.

Dürfen wir nicht nach diesen Umstanden, die, wennhier der Ort dazu wäre, sich leicht weiter ausführenliefsen, mit Recht sagen, dafs Lavoisier, als Staatsmann,als Verwalter, seinen Platz ehrenvoll behauptet, sich umdas Land wohl verdient gemacht habe? Und wenn erkeine seine Pflichten als Generalpächter vernachläfsigte,dürften wir dann wohl dem Gelehrten den Vorwurfmachen, dafs er seinem Berufe nicht genügt habe? DerErfolg sprach ihn im Voraus frei, aber es ist vielleichtdoch nützlich, etwas näher zu erörtern, wie er dies Re-sultat erreichte. Sie werden dabei sehen, bis zu wel-chem Grade der grofse Mann sich zu vervielfachenwufste, wenn die Umstände es von ihm forderten. Inden Schriften der Akademie der Wissenschaften von1772 bis 1786 werden Sie mindestens vierzig Abhand-lungen finden, welche die Begründung seiner Lehrebetreffen.

Aufserdem sehen wir Lavoisier während dieserZeit an allen Aufträgen theilnehmen, mit der Abfassungder schwierigsten Berichte beauftragt; wir sehen ihnsich ganz und gar, als ob nichts seinen Geist beschäf-tigt hätte, den chemischen Untersuchungen hingeben,welche der Augenblick erforderte, den leichtesten wieden schwierigsten, den angenehmsten ebensowohl wieden widerwärtigsten.

Zu derselben Zeit, als er sich mit so vielem Eifermit den zur Begründung seiner Theorie erforderlichen