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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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allen widerwärtigen Zufällen, die ihm auf seiner Lauf-bahn in jedem Äugenblick begegnet waren, betroffen,wünschte er sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen,um dort allein und von der Welt geschieden zu leben.Man trug ihm die Direktion einiger Fabriken des Staatsan, allein er schlug sie aus; der König von Preufsenbemühte sich gleichfalls, ihn nach Berlin zu ziehen,allein sein Anerbieten fruchtete eben so wenig.

Scheele erfuhr, dafs in Köping, einer kleinen StadtSchwedens, eine Apotheke im Besitz einer Wittwe sei,dafs er dort ein ruhiges Unterkommen finden würde,dafs die Wittwe etwas Vermögen habe, und er hoffendürfte, sie zu heirathen. Das ist die Zukunft, welcheer sucht: Zurückgezogenheit, Ruhe und ein mäfsigesAuskommen. Schnell begab er sich nach Köping, undübernahm die Leitung des Geschäfts der Wittwe. Alleinzu den vielen Widerwärtigkeiten seines Lebens geselltesich eine neue: denn bei genauer Prüfung fand er,dafs das Geschäft in Schulden steckte, und die armeWittwe nichts besafs. So zeigte sich ihm anstatt einesfriedlichen Looses, einer gemächlichen und ruhigenExistenz ein mühevolles Lehen. Dennoch liefs sichScheele nicht abschrecken, und zögerte nicht, es anzu-nehmen, indem er fand, dafs man bereit sein müsse,zu geben, wenn man zu empfangen glaubt. Er begabsich also sofort ans "Werk, und während er seine Zeitzwischen wissenschaftlichen Untersuchungen und denSorgen für die Apielheke theilte, verwandte er die ganzeEinnahme zur Abtragung der Schulden. Von den 600Thalern, die er jährlich gewann, bestimmte er 100 fürseine persönlichen Bedürfnisse, und das Uebrige fürdie Chemie. Eine so niedrige Summe reichte für dieUntersuchungen bin, welche seinen hohen Ruf begrün-det haben!

Jedenfalls würden in dieser verborgenen Lage

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