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Unter diesen entspann sich ein geistiger Wettkampf,und dessen ungeachtet war ihr Streben nach demselbenZiel gerichtet, obwohl sie dies nicht immer bemerkten,aber die Ideen, welche sie verfechten, sind so leichtzu begreifen, dafs sie sich niemals darüber hinaus ver-irren. Und wenn nach Verlauf einiger Jahre ihr ge-meinschaftliches Tagewerk vollendet ist, wenn sie dannnur ihres Ruhms zu geniefsen, auf ihren edlen Erinne-rungen auszuruhen haben, so erreicht sie ein unver-söhnliches Geschick, zerbricht sie wie drei Werkzeugeder Vorsehung, deren Zweck erfüllt ist, und die Na-,tur, welche sie so gewaltig erschüttert haben, scheintdadurch wieder einige Ruhe zu gewinnen.
Lassen Sie uns zuerst von Demjenigen reden, des-sen Bestimmung minder hoch, und dessen Arbeitenminder bekannt sind, lassen Sie uns von Scheele,einem der gröfsten Chemiker Schwedens, sprechen.Er war zu Stralsund in Schwediscb-Pommern am 9.December 1742 geboren. Obgleich er von unbemiKel-ten Eltern abstammte, so besuchte er dennoch dasGymnasium, und begann seine lateinischen Studien, al-lein er machte, wie man gestehen mufs, sehr geringeFortschritte. Man liefs ihn deswegeu die Laufhahn desGelehrten nicht weiter verfolgen, und seine Familieschätzte sich sehr glücklich, ihn in einer Apotheke alsLehrling untergebracht zu sehen. So legte Scheele seitseiner Jugend die Richtung seines Geistes an den Tag:denn er lernte fast nichts von den Menschen; die Na-tur war, so zu sagen, seine einzige Lehrerin. DerApotheker, welcher ihn annehmen wollte, ein Freundseiner Familie war, und in Golhcnburg lebte, nahmihn im zwölften oder dreizehnten Jahre, und behieltihn sechs Jahre als Lehrling und zwei Jahre als Ge-hülfe. Wahrend dieser Zeit bewies Scheele Einsicht,und entwickelte viel Eifer und Genauigkeit; nichts aber