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Die Philosophie der Chemie : Vorlesungen, gehalten im Collège de France
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sionen über die drei Grundstoffe genügten der Einbil-dungskraft des Paracelsus nicht. Unter seinen Anhän-gern sieht man eine neue phantastische Idee auftauchen,die Erforschung eines Lösungsmittel ohne Gleichen, desallgemeinen Menstruums, mit einem Wort, des Alcahest.Ist dies vorzugsweise der alkalische Körper, alcali est?ist es ein Allgeist? Wir wissen nichts darüber, sovielVerwirrung herrscht über diesen Gegenstand in denIdeen van Helmont's, vvelcher sich am meisten da-mit beschäftigt hat. Paracelsus hat sich so zu sagendarauf beschrankt, sein Dasein zu bezeichnen, indem erdie Einbildungskraft seiner Schüler mit der Hoffnungschmeichelte, einen Körper zu entdecken, welcher imStande wäre, durch seine wunderbaren Eigenschaftendie längsten und angestrengtesten Arbeiten, die daraufverwendet worden, zu belohnen.

Uebrigens hatte Paracelsus einen Abscheu vorden Arabern und Scholastikern: er gestand seine tiefeVerachtung derselben. Diese Geringschätzung der ara-bischen Schule brachte der Hippocrates in dem Studiumder Medizin wieder in Ehren. Aber unser Enthusiastliefs sich diesen Dienst durch die überspannte Meinungvon der Macht der Chemie in der Medizin theuer be-zahlen, und suchte diese Meinung seinen Schülern ein—zuflöfsen, während er einen sehr Übeln Einflufs auf denFortschritt dieser Wissenschaft ausübte. Wir verdenspäter Boerhaave den Paracelsus schmähen hören, dafser die Chemie wie eine herrschsüchtige Gebieterin überdie Medizin gesetzt habe, anstatt sie den Befehlen die-ser wie eine gehorsame Sklavin zu überlassen.

Seit Paracelsus beginnt eine neue Epoche für dieChemie; denn indem man ihm ein öffentliches Lehramtübertrug, hat er dessen Fortdauer gesichert. Wir se-hen nach ihm die Chemiker sich regelmäfsig folgen undin drei Richtungen theilen: die Philosophisten oder AI-