Die Milch und die Ernährung des Säuglings.
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von Kindern besser ertragen wird, ist gewiss grossen individuellenSchwankungen unterworfen und es lassen sich darüber vorläufiga priori keine Regeln aufstellen, ebensowenig a posteriori, da meinesWissens keine brauchbare Statistik zur Eeurtheilung dieser Fragevorliegt.
Nur so viel lehrt die Erfahrung, dass viele Kinder keine Art derverdünnten Kuhmilch vertragen und dass dieselbe in keinem Falledie Muttermilch vollkommen ersetzen kann. Fragen wir uns nachden Ursachen:
1. Der Käsestoff der Frauenmilch ist mit dem der Kuhmilchnicht identisch. Dieses lehrt schon der ganz verschiedene Phosphor-und Schwefelgehalt. Der Käsestoff gehört zu den sogenanntenNucleoalbuminaten, d. h. zu den Stoffen, welche bei der Einwirkungkünstlichen Magensaftes in eine nucleinartige Substanz und Peptonsich spalten. Die Casei'ne enthalten daher stets bedeutende MengenPhosphorsäure, sie enthalten ferner Kalk. Nach Lehmann undHempel ] ) beträgt der Gehalt des Frauencaseins an phosphorsauremKalk 3,2 °/ 0 , der des Kuhcaseins 6,6 %. Der Schwefelgehalt beträgtim Frauencasein 1,1 °/ 0 , im Kuhcasein 0,72 °/ 0 .
Eine vollständige genaue Analyse des Kuhcaseins hat Hammae-sten 2 ) ausgeführt. Ich stelle sie mit der von Wkobi/ewski 3 ) unterDbechsel's Leitung ausgeführten Analyse des Frauencaseins zu-sammen:
Casein
aus Kuhmilch aus
Frauenmilch
C 52,96
52,24
H 7,05
7,32
N 15,65
14,97
S 0,74
1,11
P 0,S4
0,68
0 22,78
23,66
Einwirkung des La
bferments 4 ) im Magen ge
im Säuglingsalter". Aufl. 3. Stuttgart, Enke. 1S97 und bei E. Feek, Jahrb. f.Kinderheilk. N. F. Bd. 42. S. 195. 1896.
1) Jul. Lehmann u. W. Hempel, Pflüger's Arch. Bd. 56. S. 574. 1894.
2) Hammersten, Zeitschr. f. physiol. Chem. Bd. 7. S. 269. 1883 u. Bd. 9.S. 296. 1885.
3) A. Wroblewsky, „Beitr. zur Kenntniss des Frauenmilchcasei'ns u. seinerUnterschiede vom Kuhcasein". Diss. Bern 1894.
4) Die Bedeutung des Labferments und der Caseingerinnung im Magenist uns völlig räthselhaft. üeber die bisherigen Versuche, der Lösung diesesProblems näher zu kommen, lese man: Hammersten, Upsala läkareförenningsFörhandlingar. 8. p. 63. 1872, 9. p. 363 u. 452. 1874 (ausführlich referirt in