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Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie : in 29 Vorlesungen für Ärzte und Studirende
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Die anorganischen Nahrungsstoffe. Kochsalz. Kalisalze.

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thieren, sondern von der ganzen Wirbelthierreihe. J ) In dem blut-leeren Fleische geschlachteter Thiere dagegen kommen auf ein Aequi-valent Natron 4 Aequivalente Kali. Es ist daher beachtenswert!!,dass die von animalischer Nahrung ohne Salzzusatz lebenden Völkerbeim Schlachten der Thiere jeden Blutverlust sorgfältig vermeiden.Dieses wurde mir von vier Naturforschern, die in verschiedenenGegenden des nördlichen Russland und Sibiriens unter carnivorenVölkern gelebt haben, übereinstimmend mitgetheilt. Die Samojedentauschen beim Verspeisen eines Rennthieres jeden Bissen zuvor inBlut. Die grönländischen Eskimos sollen, wenn sie einen Seehunderlegen, sofort die Wunde verstopfen. 2 ) Bei den Massai, einem Volks-stamme im östlichen Aequatorialafrika, welche in der Zeit, wo sieKriegsdienste leisten, vom 17.24. Jahre ausschliesslich von anima-lischer Nahrung ohne Salz leben, bildet während dieser Zeit dasBlut dasvornehmste und beliebteste Nahrungsmittel". 3 )

Tabelle II.

Auf 1 Aequivalent Na 2 0 kommen:

Aequivalente

Aequivalente

K 2 0

K 2 0

Rinderblut ....

0,07

1421

Hühnereiweiss . .

0,7

Hafer......

1521

Hühnereidotter . .

1,0

24

Gesammtorganismus

Roggen.....

957

der Siiugethiere .

0,Y1,3

Wiesenheu ....

357

Carnivorenruilch . .

0,81,6

Kartoffeln ....

3142

Runkelrübe. . . .

2

4450

Frauenmilch . . .

1-4

Erdbeeren ....

71

Herbivorenmilch. .

0,86

Klee......

99

Kindfleisch ....

4

Aepfel.....

100

Weizen.....

1223

110

Auch in der Milch des Fleischfressers sind die beiden Basen inäquivalenten Mengen enthalten. In der Milch des Pflanzenfressersund des Menschen dagegen überwiegt gewöhnlich wie die Ta-belle II zeigt das Kali sehr bedeutend. Man ersieht daraus, dass

1) A. von Bbzold,Das chemische Skelet der Wirbelthiere". Zeitschr. fürwissenschaftl. Zoologie. Bd. 9. S. 241. 1858. G. Bunge, Zeitschr. f. Biologie. Bd. 10.S. 31.S. 1874.

2) Die genaueren Quellenangaben finden sich Zeitschr. für Biologie. Bd. 10.S. 115. Anm. 1874.

3) H. H. Johnston,Der Kilima-Ndjaro", deutsch von W.v. Freeden. Leip-zig 1886. S. 386, 390 u. 401.