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Vierte Vorlesung.
Wir gelangen also unter der obigen Voraussetzung zum kleinstenMolecu] arge wicht, welches die Analyse zulässt. Die Voraussetzungaber ist völlig willkürlich und das Moleculargewicht wahrscheinlichein Vielfaches des berechneten.
Nach der Methode von Deechsel und Geüblee hat auch Eitt-•hausen !) krystallinisches Eiweiss dargestellt aus Hanf- und Kicinus-samen. Die Elementaranalyse ergab folgende procentische Zusammen-setzung:
Globulin ausHanfsamen Kicinussamen
50,92
50,85
6,91
6.97
18,71
18,55
0,82
0,77
0,11
0,05
22,53
22,80
Zu den krystallisirbaren Eiweissverbindungen gehört auch derrothe Farbstoif des Blutes, das Hämoglobin. 2 ) Dieser Stoff bildetden Hauptbestandtheil der rothen Blutzellen und ist die Verbindungeines Eiweisskörpers mit einem eisenhaltigen Körper von bekannterZusammensetzung, dem Hämatin. Eine genaue Analyse vollkommenreiner Hämoglobinkrystalle ist von Zinoeeskx 3 ) ausgeführt worden.Zinoeesky krystallisirte die aus Pferdeblut gewonnenen Hämoglobin-krystalle so lange um, bis der Trockenrückstand der Mutterlaugedenselben Eisengehalt zeigte, wie die trockenen Krystalle. Die Ele-mentaranalyse dieser Krystalle ergab:
c . . . .
. . . 51,15
H . . . .
. . . 6,76
N . . . .
. . . 17,96
S . . . .
. . . 0,389
Fe. . . .
. . . 0,336
0 . . . .
. . . 24,425
1) Bitthatjsen, Journ. f. prakt, Chemie. N. F. Bd. 25. S. 130. 1882.
2) Der Entdecker der Hämoglobinkrystalle ist A. Boettcher und die erstenAnalysen derselben wurden von meinem verehrten Lehrer Carl Schmidt inDorpat ausgeführt, s. A. Boettcher, Ueber Blutkrystalle. Dorpat 1862.
3) O. Zinopfksy (Bunge's Laboratorium), Ueber die Grösse des Hämoglo-binmolekiils. Dissert. Dorpat 1885. Auch abgedruckt in der Zeitschr. f. physiol.Chemie. Bd. 10. S. 16. 1885.