Erhaltung der Kraft.
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in moleculare Bewegung und moleculare Bewegung in Massen-bewegung, lebendige Kraft in Spannkraft und Spannkraft in lebendigeKraft umgesetzt. Die Summe aller Spannkräfte und lebendigen Kräfteaber bleibt ewig dieselbe. Dieses Gesetz nennt man das Gesetz von derErhaltung der Kraft.
Alle Bewegungen an der Oberfläche unserer Erde — mit alleinigerAusnahme der Ebbe und Fluth, welche mit der Drehung der Erdeum ihre Achse zusammenhängen — lassen sich auf eine gemeinsameQuelle zurückführen, auf die Licht- und Wärmestrahlen der Sonne.Durch ungleiche Erwärmung der verschiedenen Schichten in der Luftund im Wasser entstehen alle Meeres- und Luftströmungen, die Stürmeund Winde. Die Segelschiffe und Windmühlen werden durch Sonnen-strahlen bewegt. An der Oberfläche der Gewässer wird durch denVerbrauch der lebendigen Kraft der Sonnenwärme Wasserdampf ge-bildet und in die höheren Schichten der Atmosphäre emporgehoben.Verdichtet sich der Wasserdampf in den oberen, kälteren Regionen,so kommt die lebendige Kraft der Aetherwelle als lebendige Kraftdes fallenden Regentropfens wieder zum Vorschein oder, wenn dieRegentropfen sich sammeln, als lebendige Kraft der fliessenden Bächeund Ströme. Es ist Sonnenlicht, welches im Funken des Mühlsteinswieder erscheint; es ist Sonnenwärme, die in den erhitzten Hämmernund Sägen, Rädern, Achsen und Walzen aller vom Wasser bewegtenMaschinen wieder hervortritt.
Es fragt sich nun, wie verhält es sich mit den Kräften und Be-wegungen, denen wir im Lebensprocess der Organismen begegnen?Wir haben gesehen, dass die Pflanze beständig Kohlensäure und Wasseraufnimmt, den Sauerstoff aus diesen Verbindungen abspaltet unddadurch sauerstoffärmere Verbindungen bildet, welche eine grosse Ver-wandtschaft zum Sauerstoff haben. Es ist also ein grosser Vorrathvon chemischen Spannkräften in der Pflanze aufgespeichert. DurchV erbrennung der Pflanze, durch Wiedervereinigung mit dem getrenntenSauerstoff, können wir diese Spannkraft in Wärme umsetzen und dieWärme durch Vermittelung von Dampfmaschinen in mechanische Ar-beit. Was ist nun die Quelle dieser chemischen Spannkräfte? Ausnichts könneii sie nicht entstanden sein. Die Kraft ist ewig. Mitder Nahrung aber wurde der Pflanze keine Spannkraft zugeführt.Kohlensäure und Wasser sind gesättigte Sauerstoffverbindungen; siekönnen keine Bewegung erzeugen — ebensowenig wie der Stein, derauf dem Boden ruht. Erst wenn durch den Verbrauch einer leben-digen Kraft der Stein gehoben wurde, kann er fallen, und erst wenndurch den Verbrauch einer lebendigen Kraft der Sauerstoff vom Kohlen-stoff und Wasserstoff in der Pflanze getrennt wurde, können chemische
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