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Quantitative chemische Analyse : Gewichtsanalyse, Maassanalyse und physiologisch-chemische Bestimmungen ; zum Gebrauche in chemischen Laboratorien ; mit 15 Abb.
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keit mit verdünntem Alkohol übergössen, abfiltrirt und noch mitAlkohol ausgewaschen.

1. Man übergiesst eine Probe des Sedimentes in einer Uhr-schale mit Natronlauge und prüft auf Ammoniak.

2. Die Hauptmenge vom Sediment wird mit verdünnter Salz-säure gut verrührt, wobei auf eine Entwicklung von Kohlensäurezu achten ist und nach einigem Stehen abfiltrirt; ungelöst bleibenHarnsäure, sowie Harncylinder, Epithelien etc.; alle übrigen Stoffe,die häufiger in Sedimenten vorkommen, gehen in Lösung; die Harn-säure wird durch die Murexidprobe sicher nachgewiesen. Manverdampft in einem Porcellanschälchen eine Probe des Rückstandesbei gelinder Wärme mit einigen Tropfen conc. Salpetersäure voll-ständig zur Trockne: bei Vorhandensein von Harnsäure hinter-bleibt hierbei ein gelb oder schmutzig roth gefärbter Rückstand,der sich in wenig Ammoniak mit intensiv rother, in Kalilauge mitschön violetter Farbe auflöst.

'S. Die von der Harnsäure abfiltrirte Flüssigkeit wird mit Am-moniak bis zur alkalischen Reaktion versetzt (Lackmuspapier!),dann mit verdünnter Essigsäure angesäuert und gut durchschüttelt;bleibt hierbei ein in Essigsäure unlöslicher weisser Rückstand, soist dadurch das Vorhandensein von oxalsaurem Calcium in derursprünglichen Substanz nachgewiesen. Man lässt den Niederschlageinige Stunden, am besten über Nacht absitzen und filtrirt durchein Doppelfilterchen ab; ein wiederholtes Zurückgiessen des Filtratesist meist nöthig.

4. Das erhaltene klare Filtrat vom Calciumoxalatniederschlagwird mit oxalsaurem Ammonium versetzt, um dasjenige Calciumnachzuweisen, welches im Sediment an Phosphorsäure, Schwefel-säure oder Kohlensäure gebunden war. Entsteht hierbei einNiederschlag, so wird er nach einigem Stehen abfiltrirt,

5. das klare Filtrat mit Ammoniak übersättigt, gut durch-schüttelt und einige Zeit bei Seite gestellt; vorhandenes Tripel-phosphat wird als weisser, krystallinischer Niederschlag aus-gefällt, der zweckmässig unter dem Mikroskop betrachtet wird.

6. Das vom Tripelphosphat gesammelte Filtrat wird in dreiTheile getheilt:

I. Der eine Theil wird zum Nachweis der an Calcium gebundengewesenen Phosphorsäure mit Magnesiamischung versetzt.