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Quantitative chemische Analyse : Gewichtsanalyse, Maassanalyse und physiologisch-chemische Bestimmungen ; zum Gebrauche in chemischen Laboratorien ; mit 15 Abb.
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II. Der zweite Theil wird mit Salzsäure angesäuert, dann mitGhlorbaryum auf Schwefelsäure geprüft.

III. Der Rest der vorhandenen Lösung wird zur Trockne ver-dampft, geglüht und der Glührückstand auf Kalium und Natriumgeprüft.

Anhang. Nachweis des Cystins in Harnsteinen undSedimenten. Cystin

GH, S - S GH

>/

-GC

H0 2 C NH 2 H 2 N y *C0 2 H

erhält man aus Harnsteinen und Sedimenten durch Lösen in wenigAmmoniak und Verdunstenlassen bei gewöhnlicher Temperatur inschön ausgebildeten, farblosen Krystallen, 6seitigen Tafeln oder Rhom-boedern; man benützt zum Nachweis des Cystins

1. Die Löslichkeit desselben in Salzsäure und Fällbarkeit ausdieser Lösung durch kohlensaures Ammonium.

2. Einige von den erhaltenen Krystallen werden mit einigenTropfen Natronlauge auf einem Silberblech zum Kochen erhitzt; be-stehen die Krystalle aus Cystin, so bildet sich auf dem Silber einbrauner, oder schwarzbrauner Fleck von Schwefelsilber.

3. In einer weiteren Probe erkennt man das Cystin an derSchwarzfärbung einer Lösung von Bleioxyd in Kalilauge beim Kochen;hierbei wird Schwefelblei ausgeschieden. Man versetzt die Krystallemit wenig Bleiacetatlösung und soviel Kalilauge, dass eine klareLösung entsteht, dann kocht man auf.

Die Bestimmung des Jods in der Schilddrüse nach E. Baumann

und E. Roos'.

Uebungsbeispiel: Hammelsschilddrüse.Die Schilddrüse (Thyreoidea) des Menschen und vieler Thiereenthält, wie E. Baumann zuerst gefunden hat, normaler Weise Jod,und zwar ist dasselbe fast ausschliesslich in Form einer or-ganischen Verbindung vorhanden [Jodothyrin]. Das Jod istin dieser Verbindung ziemlich fest gebunden, es wird z. B. durchverdünnte heisse Schwefel- oder Salzsäure, durch Natriumnitritund Schwefelsäure, sowie durch kalte Kali- oder Natronlauge nichtfreigemacht. Zur Bestimmung des Jods in der Schilddrüse mussdaher die organische Substanz erst zerstört werden. Der Jod-gehalt der menschlichen Schilddrüse ist ein sehr verschiedener und

1 Vergl. besonders auch Ad. Oswald, „Ucber den .Todgehalt der Schild-drüsen". Zeitsch. f. physiolog. Ohem. Jhrg. XXXIII, 265.