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Quantitative chemische Analyse : Gewichtsanalyse, Maassanalyse und physiologisch-chemische Bestimmungen ; zum Gebrauche in chemischen Laboratorien ; mit 15 Abb.
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dann den Rest der Kalilauge auf einmal hinzu und schliesstsofort.

Das Destillat versetzt man mit einigen Tropfen Rosolsäurelösungund titrirt die überschüssige Schwefelsäure mit ^Normal-Kalilaugezurück.

Die Bestimmung des Harnstoffs im Harn.

Der Harnstoff findet sich am reichlichsten im Harn des Menschenund des Fleischfressers, in geringerer Menge im Pflanzenfresser-Harnvor. Die Menge, welche bei gemischter Kost von einem erwachsenenManne in 24 Stunden abgesondert wird, beträgt ungefähr 30 g.Die grosse physiologische Bedeutung des Harnstoffs liegt darin, dasser bei Menschen und Fleischfressern, wenigstens der Menge nach,das wichtigste, stickstoffhaltige Endproduct der Umsetzung der Ei-weissstoffe im lebenden Organismus darstellt. Die Grösse der Harn-stoffausscheidung schwankt daher mit der Grösse des Eiweissumsatzesim Körper und besonders mit der Menge des durch die Nahrungaufgenommenen und resorbirten Eiweisses. Die Harnstoffausscheidungist demnach am grössten bei einseitiger Fleischnahrung und amgeringsten, sogar kleiner als beim Hungern, nach einseitiger Zufuhrvon stickstofffreier Nahrung, also von Fett und Kohlen-hydraten, weil diese den Umsatz des Körpereiweisses herabsetzen.Bei denjenigen Krankheiten, bei welchen das Körpereiweiss einemgesteigerten Verbrauch anheimfällt, ist die Harnstoffmenge im Harnregelmässig vermehrt. Der Harnstoff macht nur einen Theil derstickstoffhaltigen Bestandtheile des Harns aus; vom Gesammtstick-stoff des Harns entfallen beim Gesunden im Mittel 86 bis 88°/o aufden Harnstoff.

1. Die Titrirmethod e von Liebig. Versetzt man eine etwa2°/oige Harnstofflösung mit einer Lösung von salpetersaurem Queck-silberoxyd, so bildet sich ein weisser Niederschlag von der Zusammen-setzung [2 CO{NH 2 ) 2 + (N0 3 ) 2 Hg + 3 HgO], derselbe entsteht nachder folgenden Gleichung:

2 CO(NH 2 ) 2 + 4 (N0 3 ) 2 Hg + 3 H 2 0 = [2 (JO(NH 2 ) 2 + (N0 3 ) 2 Hg

+ 3 HgO} + 6 N0 3 H.

Wie aus dieser Gleichung zu ersehen ist, wird bei der ßeactionzwischen Harnstoff und Mercurinitrat Salpetersäure frei; diese übtaber auf die Zusammensetzung des Niederschlags einen Einfluss aus;nur in dem Fall, dass die frei gewordene Salpetersäure fast vollständig