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Quantitative chemische Analyse : Gewichtsanalyse, Maassanalyse und physiologisch-chemische Bestimmungen ; zum Gebrauche in chemischen Laboratorien ; mit 15 Abb.
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Beim Menschen wird die Ammoniakausscheidung durch Zufuhrvon Mineralsäuren vermehrt; ebenso wirken solche organischeSäuren, welche wie Benzoesäure im lebenden Organismus nichtverbrannt werden.

Die quantitative Bestimmung des Ammoniaks geschiehtnach der Methode von SchlöSING. Das Princip dieser Methodeberuht darauf, dass Aetzkalk in der Kälte nur aus den Ammoniak-salzen, nicht aber aus Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin und denanderen stickstoffhaltigen Harnbestandtheilen, Ammoniak frei macht,welches man von Schwefelsäure absorbiren lässt. Man bringt 50 ccm

filtrirten Harn in eine flache Schale,die sich unter einer Glasglockebefindet, legt darauf ein Dreieckund stellt auf dieses eine kleinereSchale, in welche man aus einerBürette genau 20 ccm Normal-Schwefelsäure fliessen lässt. An-dererseits löscht man ein Stückgebrannten Kalk, am bestengebrannten Marmor, mit Wasserund stellt mit dem zerfallenenPulver von Ca(0H)o eine dickeKalkmilch her; etwa 30 ccm derKalkmilch bringt man zu dem ab-gemessenen Harn, rührt durchund bedeckt sofort mit der Glas-glocke. Nach 3 bis 4 Tagen ist aus dem Harn meist alles Ammoniakaus seinen Salzen frei gemacht und von der Schwefelsäure auf-genommen. Man versetzt dann die Schwefelsäure mit einigen TropfenRosolsäurelösung und titrirt die überschüssige Säure mit Normal-,besser ^-Normal-Kalilauge zurück.

Die Bestimmung des Gesammtstickstoffs im Harn nach Kjeldahl.Wird Harn mit einer Mischung aus conc. und rauchenderSchwefelsäure einige Zeit gekocht, so wird sämmtlicher Stickstoffaller stickstoffhaltigen Harnbestandtheile in Ammoniak übergeführt,bezw. entsteht schwefelsaures Ammonium. Wird dann dasReactionsproduct mit überschüssiger Kalilauge destillirt, so geht das

Fig. 12.Apparat von Schlösin(