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kowski für die Bestimmung der gepaarten Schwefelsäure im Harnein anderes Verfahren in Vorschlag gebracht, welches sicherer undbequemer zum Ziele führt, als das von Baujiann angegebene. NachSalkowski verwendet man nicht das Filtrat vom „Sulfatbarytnieder-schlag" von 2, sondern eine neue Portion Harn. Die hierfür nöthige„Barytmischung" wird durch Mischen von 2 Volum kalt ge-sättigter Aetzbarytlösung und 1 Volum kalt gesättigter Chlor-bayrumlösung hergestellt.
Ausführung. 100 cem Harn werden mit 100 ccm der Baryt-mischung in einem Maasscylinder gemischt, gut durchschüttelt undgenau 100 ccm davon durch ein trocknes Filter (event. Doppel-filterchen) in ein trocknes Maasskölbchen mit der Marke 100 ab-filtrirt. Dieses Filtrat wird mit Salzsäure stark angesäuert und auf-gekocht; der hierbei entstehende Niederschlag von Baryumsulfatenthält nur die Schwefelsäure aus den Aetherschwefelsäuren undwird nach den obigen Angaben weiter behandelt. Die Menge ge-paarte Schwefelsäure, welche hierbei gefunden wird, ist in 50 ccmHarn enthalten; enthält ein Harn nur Spuren von Aetherschwefel-säuren, so nimmt man 200 ccm von demselben in Arbeit.
Die Bestimmung des Ammoniaks im Harn nach. Schlösing.Im Harn des Menschen und der Fleischfresser finden sichregelmässig Ammoniaksalze vor. Bei gemischter Kost werdenvom erwachsenen Menschen in 24 Stunden etwa 0,7 g N3 3 mitdem Harn ausgeschieden. Bei gesteigertem Eiweissumsatz undgleichzeitig vermehrter Säurebildung im Organismus, wie dies beimanchen Krankheiten der Fall ist, z, B. im Fieber und bei Diabetes,wird der Ammoniakgehalt des Harns vermehrt. Auch nach Ein-gabe von Salmiak ist die Ammoniakmenge im Harn entsprechendvermehrt, indem diese Substanz, wie überhaupt die Ammoniaksalzemit Mineralsäuren im menschlichen Körper nicht wie kohlensauresAmmonium oder die Ammoniaksalze organischer Säuren in Harn-stoff übergeht. — Bei Diabetes mellitus werden häufig im Körperorganische Säuren, die linksdrehende ß-Oxybuttersäure OH 3
■ CH(OH) ■ CH 2 ■ C0 2 H, sowie die Acetessigsäure CH 3 ■ CO
■ CH 2 • C0 2 H gebildet, welche an Ammoniak gebunden in den Harnübergehen. In diesen Fällen ist daher die Ammoniakmenge imHarn vermehrt.