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sich in kaltem Wasser mit gelblicher Farbe. Erwärmen schafftenicht viel mehr in Lösung. In dieser wässrigen Lösung erzeugtekeines der geprüften Alkaloidreagentien Trübung oder Nieder-schlag. Nur Gerbsäure schien in der mit Salzsäure angesäuertenLösung eine leichte Trübung zu veranlassen.
Wiederholte Versuche mit diesem Auszuge bei Fröschen,Taubon und Kaninchen Giftwirkungen zu erzeugen schlugen fehl.Ebenso negativ verhielten sich Auszüge mit Alkohol. Die Sub-stanz war, nach dem was ich bei der Verbrennung derselben autdem Platinblech feststellen konnte, stickstoffhaltig, hinterliessaber viel Asche.
Ob die Unwirksamkeit von vornherein bestand, oder erstim Laufe der Zeit durch Zersetzung eintrat, lässt sich nach diesemMaterial nicht entscheiden.
Kaum wirksam erwies sich auch eine Substanz die von Brandle-Island in der Torresstrasse stammte (Berl. Mus. VI. 2108), unddie ich von Knochenpfeilspitzen abnahm. Sie löste sich nurwenig in Wasser, und die wässrige Lösung gab mit Alkaloid-reagentien keine Niederschlüge. Bei einer Taube erschien nachsubcutaner Beibringung der Lösung einmaliges Würgen.
Auf der Neu-Guinea benachbarten Inselgruppe Neu-Britannienwerden die Pfeile nicht vergiftet. Auch die Bankapfeile sindgiftfrei ').
Salomon - Archipel.
Charakteristisch für diese Inselgruppe sowie die weiter süd-lich und südöstlich liegenden ist der Gebrauch von Pfeilen oderLanzen, die einen menschlichen Knochen als Spitze eingefügthaben. Schon am Endo des 16. Jahrhunderts wird diese That-sache von spanischen Seefahrern erwähnt. Neuerdings ist vonKennern jener Volksstämme mitgotheilt worden, dass dieserKnochenspitze an sich, bezw. der Art der Einfügung derselbenin den Schaft die stets unter Absingen mystischer Worte vor-sieh geht, übernatürliche, siegreiche Einwirkungen zugeschriebenwerden. Man fürchtet solche giftfreien Pfeile genau so wie
] ) Parkinson, Im Bismarck-Archipel. Leipzig 1887. S. 126. — Mitth.d. geogr. Gesellsch. in Hamburg. 1S89. S. 242.