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lieh sind sie es, die Nepal zu dem Rufe verholfen zu haben,eine Quelle der Giftbesorgung auch für andere indische Länder-gebiete zu sein, in denen thatsächlich heute kein Pfeilgift mehrVerwendung findet, deren Einwohner jedoch noch Bezeichnungenfür das nepalesische Gift, d. h. Aconitum ferox haben.
So giebt es im Bengalischen hierfür das Wort „Bats-Näbh*, in der Maräthi-Aussprache: Vats Näbh, vomSanskrit Vatsanäbha oder Vatsanäbhi, Vaccanäbi oder im Volks-idiom verdorben: Pacceinäbi, in der Telugu-Sprache: Vatsanä-Bhamu, im Tamil: Näbi, Nävi, im Hindustani: Mitha zeher,Mith zeher. Das Wort Visha oder Visa, d. h. Gift im Allge-meinen, umfasst neun Arten von Gift 1 ), unter denen zweifellosauch Aconitum vorkommt, für das allein jedoch diese Bezeich-nung, entgegen der Behauptung von Cullimore, nicht gebrauchtwird. Zu welchem Zwecke die Völker, welche die angegebenenIdiome sprechen, Aconit gebrauchen, konnte ich nicht feststellen.
Zweifellos wird in Nepal das Pfeilgift aus Aconit noch zurJagd, vielleicht gelegentlieh auch einmal im Kampf gegen Men-schen gebraucht. Das Gleiche mag noch in Bhutan und bei denostwärts angrenzenden Stämmen der Fall sein.
Das Pfeilgift der Abor (Pädam).
Von diesem, nahe dem Quellgebiete des Brahmaputra, amDibongllusse wohnenden, wilden Stamm wird heute noch Pfeil-gift zur Jagd auf wilde Thiere, Tiger u. s. w. benutzt, denensie an den Wasserplätzen auflauern. Sie gebrauchen zur Dar-stellung desselben Aconitum ferox. Man begreift leicht, dasswenn es hiermit möglich ist, so widerstandsfähige Lebewesenzu vernichten, auch der von einem solchen Pfeile getroffeneMensch leicht unterliegen wird. Sie benutzten nun freilich auchin früheren Zeilen diese Pfeile gegen Menschen. Die Soldatender ostindischen Compagnie erfuhren damals die Giftwirkungendieses Pfeilgiftes, das die Abor „Bis" nennen, oft genug an sich.Als ein Arzt, Berry White, einem so verwundeten Sopoy, dieWunde ausgesogen hatte, bekam er örtliche Vergiftungserschei-nungen an seiner Zunge.
') Mollesworth, Maruthi Dictionary.