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Die Haare oder Federn fallen den Thieren auch bei protra-hirter Vergiftung nicht aus, so dass die entgegengesetzte Mei-nung der Somalen als ein Aberglaube anzusprechen ist.
Die angegebenen Wirkungen des Giftes stimmen so mitdenen des Ouabai'ns iiberein, dass auch aus diesem Grundedas Somaligift als wesentlich aus Ouabai'n bestehend,augesehen werden muss.
Das Pfeilgift der Waboni (Wera).
Erhalten am 20. Juli 1893 aus dem König). Mus. f. Völkerkunde.III E. 653. Von Hrn. Fischer mitgebracht.
Die Provenienz ist nicht ganz fraglos. Das Gift findet sichin einem Fläschchen.
Es stellt eine schwarze, halbweichc, schmierige Masse dar,die sich nur theilweise in Wasser löst. Der Rückstand bestehtnur aus mikroskopisch erkennbarer Kohle.
Dem Präparat fehlt jeder bittere Geschmack. Mit Schwefel-säure liefert es keine Fluoresconz. Gerbsäure erzeugt in ihmeinen dicken Niederschlag. Aber weder mit der durch Zer-legung dieses Niederschlages und Auflösen in Alkohol erhaltenenSubstanz noch mit dem unveränderten Gifte war es mir möglichbei Thieren auffallende acute Vergiftungssymptome zu erhalten.
Ich führe als Belege folgende Versuche an:Versuch No. 63. 28. Juli 1893: Einem kleinen Kaninchen werden0,5 g des Giftes in Wasser gelöst subcutan beigebracht. Nach 15 Minutenentstellt leichtes Zähneknirschen. Das Thier bleibt gesund.
Versuch No. 64. 28. Juli 1893. Einer Taube werden etwa 0,3 g in
den Kropf injicirt. Es entsteht weder Erbrechen noch sonst eine Giftwirkung,
Versuch No. 78. 10. Jan. 1894. Einem grossen Kaninchen werden
0,75 g des in Wasser gelösten Giftes beigebracht. Kein Symptom erscheint.
Das Thier bleibt gesund.
Auch Froschversuche fielen, wenn ich von einer Pulsabnahmeabsehe, negativ aus.
Somit ist der Schluss erlaubt, dass das Gift der Waboni,die den hamitischen Galla benachbart, aber wohl zu der Swaheli-Küstonbevölkerung zu rechnen sind, entweder unwirksam ist,oder nur in diesem Falle verdorben war. Es ist mir wahr-scheinlich, dass zu starkes Kochen, bezw. Anbienncnlassen dasGift zerstört hat.
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