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Die Pfeilgifte : historische und experimentelle Untersuchungen
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Safte des wilden Feigenbaumes, wie Lucian 1 ) angiebt, bedienthaben.

Gegen das Endo des 13. Jahrhunderts sind vergifteteSchwerter, wie Pietro d'Abano angiebt, noch sicherlich verwandtworden 2 ).

Dass Giftpfeile zur Jagd noch bis in die Mitte des 14. Jahr-hunderts in Frankreich gebraucht wurden, beweist die Mit-theilung von de Ruffi 3 ), dass der Landvogt von Marseille dieErlaubnis« gab, mit vergifteten Pfeilen auf Rehe, Hirsche undWildschweine Jagd zu machen. Ja, es geht aus den lehrreichenMittheilungen von Ambroise Pare in seiner Abhandlung: „Desplayes d'harquebusos", sogar der zeitgenössische Gebrauch vonGiftpfeilen hervor. Nachdem er die äussorlichen Verschieden-heiten von Pfeilen und Wurfspiessen aus einander gesetzt hatte,betont er ausdrücklich, dass manche derselben vergiftet, andereunvergiftet seien 4 ), und dass die Wunden durch solche Geschossevergiftet werden können 5 ). lieber die Art des gebrauchtenGiftes besitzt er nicht einmal Vermuthungen. Das was er aneiner viel späteren Stelle") seines Werkes über Aconit angiebt:,Jes floches trempees dedans son jus leurs blesseures sont mor-telles" scheint er nur von alten Schriftstellern übernommen zuhaben.

') Luciani Opera ed. Dhidorfii, Paris 1840, Nigrin. III 37, p. 17: ,'Eirei-8av 8£ Taüxa Kt), -njvtxaÜTa ^ptaas to ßÄos oute (15T xaikt-ep xa 2xu#<BvytpUxai, outs (SmjJ xaöärap xä KouprJTCuv ....". Ein guter Schütze be-trachtet das Ziel .... dann bestreicht er den Pfeil weder mit einemGifte wie die Scythen, noch mit dem Safte des wilden Feigenbaumswie die Kureten ....

2 ) Petri de Abano Do venenis .... „Oap. IV si vero gladius fueritvenenatus .. ..".

:! ) A. de Ruffi, llistoiro de la ville de Marseille, Marseille 169(3, Tom. IIlivre XIII, p- 283: „J'ai vue des titres qui m'aprenent qu'environ lemilieu du quatorziöme siecle lo Viguier permettais de chasser auxChevreuils, aux Cerfs et aux Sangliers avec la fleche empoisonnee ....

4 ) Ambroise Pare, Oeuvres VII ed. Paris 1614, livre XI, p. 441: „Lafaculte les fait differer en ce qu'aucunes sont enuenimees, les autres non."

■') Pari, 1. c. p. 449: „Reste maintenant entendre et considerer que cesplayes sont quelquesfois enuenimees et que cela prouient de la causeprimitiue des neches ainsi preparees par l'ennemy."

ß ) Pare, 1. c. p. 785.