Druckschrift 
4 (1908) Nr. 76 - 100
Entstehung
Seite
37
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Houard, I.e., 1904 (Anat. d. Galle). - van Leeuwen-Reynvaan, 1. c, mehrere Textfiguren (Anat. und Entw.d. Galle); T. I, F. 1, 2, 4 (Habitusf. d. Galle), F. 5($ eierlegend), F. 10 (Ei). van Leeuwen, 1. c, zweiDoppeltafeln.

Exsiccate:

Nr. 96. Dryophanta folii (L.) Mayr*) auf Quercuspeduneulata Elirli.

Die Weibchen der Dryophanta taschenbergi(sAo\gendeNr.) legen im Juni ihre Eier unterseits in die stärkerenNerven nicht völlig ausgewachsener Blätter von Quercuspeduneulata Ehrh. und sessiliflora Smith und erzeugen da-durch die gewöhnlichen, von der agamen GallwespeDryophanta folii bewohnten Eichenblattgallen.

Die Fo/H-Gallen sind einkammerig, kugelig, «affig,grün, gelblich oder an der besonnten Seite rot, glattoder mit kleinen Höckerchen versehen und haben einenDurchmesser von 12, selten bis 3 cm. Mittelst einesfeinen, kurzen Stielchens ist die Galle in einem Risseeines Nerven auf der Blattunterseite, gewöhnlich seitlichauf dem Nervenrücken aufgehängt. Das Stielchen stelltin unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gefässbündel-ringe und zwar mit den Xylemteilen zweier nebenein-ander liegender Bündel desselben; sie hat also, ähnlichwie z. B. die Biorrhiza aptera-GaWa (s. Lief. 111, Nr. 72dieser Sammlung) einen endogenen Ursprung.

Die Taschenbergi-W espe legt in jeden Nerven nurein Ei, stets vom Blattrand entfernt, und bis zu zehnoder selbst mehrere Eier in dasselbe Blatt.

Entwicklungsgeschichthch und anatomisch ist die

*) Bezüglich der ziemlich verwickelten Synonymie dieserWespe sei auf G. Mayr, Die Genera d. gallenbew. Cynipiden,1881, und Die europ. Arten d. gallenbew. Cynipiden, 1882, hin-gewiesen.

37