Acarocecidium?
oder
Hemipterocecidium ?
Nr. 33. „Wirr zöpfe" auf Salix alba L.
Die Wirrzöpfe treten auf verschiedenen Satoc-Artenals hexenbesenartige Verbildungen auf, die in den vege-tativen Knospen, häufiger aber in den Kätzchen ihrenUrsprung nehmen. Schon Döbner gibt (vgl. Kalten-bach) eine Beschreibung von ^-Kätzchen, die zu Wirr-zöpfen umgebildet waren. Später hat man angezweifelt,dass auch die männlichen Kätzchen verbildet werdenkönnen (vgl. Tubeuf 1904). Wir haben jedoch imMai d. J. in den Rheinwiesen bei Uerdingen verschiedenec?-Bäume von S. alba gesehen, an deren Kätzchen diemehr oder weniger vollständige Umbildung zu Wifrzöpfensehr schön und deutlich hervortrat. Die Wirrzöpfe sindseit Malpighi oft beschrieben worden; als Erzeugerwurden teils Pilze, teils Aphiden, und zwar Aphisamenticola Kalt., teils Phytopten, teils aber auch die beidenletzteren gemeinsam angeführt.
Die Entwickelung wurde erst im Jahre 1898 vonA p p el eingehender untersucht und zwar an einem weib-lichen Exemplare von Salix alba L.
Ende April fand Appel am Grunde der Frucht-knoten Aphis amenticola Kalt. Unter dem Einflüsse dieserLäuse fängt der Fruchtknoten bald von oben her an sichzu spalten, und der obere Teil der nunmehr getrenntenKarpellblätter nimmt mehr und mehr Blattnatur an. DieTrennung geht in der Weise vor sich, dass der kreis-runde Fruchtknoten elliptisch wird mit den Kommissurenan den Schmalseiten. Im Parenchym der letzteren hebensich zwei Zellreihen ab, die die äussere und innereEpidermis bogenförmig verbinden: gleichzeitig werden
15