Druckschrift 
2 (1907) Nr. 26 - 50
Entstehung
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A. Helminthocecidium.

Nr. 26. Tylenchus aevastatrix Kühn (Stengel- oder Stock-älchen) auf Trifolium pratense L.

Wie in Roggenfeldern (s. Nr. 1 in Lief. 1), so verrätsich das Stengelälchen auch in Kleeschlägen durch diekreisrunden, kleefreien Stellen (s. Photographie). Die vonAeichen befallenen Kleepflanzen werden in ihrer Ent-wickelung aufgehalten und zeigen verkümmerte, meistweissliche, gallenförmig verdickte und verkürzte Triebeund ungestaltete und aufgerollte, oft nur schuppenartigentwickelte Blätter. Am deutlichsten sind die Gallen-gebilde des Klees im März und April zu erkennen. ImMai sterben die älchenkranken Pflanzen rasch ab, unddie Tiere begeben sich in den Boden.

DieStockkrankheit" des Klees ist zuerst 1825, undzwar in Rheinland, von Schwerz beobachtet worden.Kühn wies nach, dass als Ursache dieser Krankheit,wie auch derjenigen an Roggen (s. Nr. 1, Lief. 1), Haferund Buchweizen das Aeichen Tylenchus clevastatrix an-zusehen sei. Später (1880) fand Kühn an Klee- (undLuzerne-)Pflanzen, die ihm von Haven stein in Bonneingesandt wurden, Aeichen, die sich von denen anRoggen gefundenen durch grössere Länge unterschiedenund die er daher als neue Art unter dem Namen TylenchusHavensteinii in die Wissenschaft einführte. RitzemaBos wendet sich gegen diese Neubenennung, weil nachseinen Untersuchungen devastatrix sehr in Länge undBreite variieren kann und auch in vielen anderen Merk-malen sehr variabel ist.

Ausser in Rheinpreussen und dem übrigen Deutsch-land ist dieStockkrankheit" des Klees auch in England,