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3 (1867) Lehrbuch der physiologischen Chemie
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652
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Unterste

chiuigBme-thode von

S t ;i d e 1 e r.

652 Chemie der thierischen Flüssigkeiten. Gewehe und Organe.

flache Porzellanschalen und conceutrirt es im Wasserballe, bei einer unt« 1der Kochhitze des Wassers liegenden Temperatur; dabei bilden s lChäufig sehleimige sich immer wieder erneuernde Häute; diese Ausseht'düngen enthalten kohlensauren Baryt, eine caseinähnliche Materie, m°#'licherweise aber auch Harnsäure und Sarkin. Ist die Flüssigkeit <"zur dünnen Syrupsconsistenz abgedampft, so stellt man sie an ein« 11massig warmen Ort und überlässt sie sich selbst, wobei vorhanden e -Kreatin allmählich auskrystallisirt. Die Mutterlauge mit Alkohol belli" 11delt, giebt an diesen etwa vorhandenes Leucin und Ty rosin ab, welc* 1sich beim Verdunsten der alkoholischen Flüssigkeiten ausscheiden, eben 6auch Kreatinin. Destillirt man die Mutterlauge mit Schwefelsäure, 6erhält man im Destillat vorhandene flüchtige Fettsäuren; aus deDestillationsrückstande können, durch öfteres Schütteln mit Aetherletzten Antheile der flüchtigen Säuren, sowie sämmtliche vorhandene Mu c ,und Bernsteinsäure gewonnen werden; letztere krytallisirt beim «willigen Verdunsten der ätherischen Lösung. Der, durch Schütteln mAether von den freien Säuren befreite Destillationsrückstand, wird alhn 9lieh mit so viel starkem Alkohol versetzt, bis sich die Flüssigkeit bleibetrübt, auch wohl die Flüssigkeit mit Alkohol gekocht, bis die TrübO"wieder verschwindet; es scheidet sich schwefelsaures Kali und etvorhandener Inosit allmählich in Krystallen aus. ,

Um aus den Barytniederschlägen, sowie auch aus den, während jAbdampfens sich bildenden häutigen Ausscheidungen, HarnsäureSarkin zu gewinnen, vereinigt man dieselben und behandelt sie mit kochder Kalilauge, welche Harnsäure und Sarkin aufnimmt. Man hn .und versetzt mit Salzsäure bis zur sauren Keaction; entsteht daduein Niederschlag, so kann derselbe aus Harnsäure und Sarkin beste" ^Aus der kaiischen Lösung fällt, auf Zusatz von Chlorammonium die H a ,,jsäure als harnsaures Ammoniak heraus, während Sarkin gelöst ound durch Abdampfen der ammoniakalischen Lösung erhalten wird. i jVI , {massiger ist es, zur Ermittelung und Gewinnung des Sarkins, die Metvon Strecker in Anwendung- zu ziehen. Man benutzt dann da zlMutterlauge vom Kreatin, oder überhaupt, wenn letzteres nie" 1 'handen war, das concentrirte Filtrat vom Albumincoagulum der wäss« »Auszüge. Man verdünnt diese Mutterlaugen oder Filtrate mit ,uversetzt sie mit einer Lösung von essigsaurem Kupferoxyd und erzum Kochen. Den gebildeten Niederschlag vertheilt man nach ^sorgfältigen Auswaschen in Wasser, zerlegt mit Schwefelwas se ^filtrirt vom Schwefelblei ab und findet nun das Sarkin im 1"woraus es sich beim allmählichen Verdunsten ausscheidet.

Eine andere Methode wurde bei derartigen UntersuchungenStädeler und seinen Schülern eingeschlagen. Die noch frische >zerhackten, oder auch wohl durch Verreiben mit grobem Glaspul ve ^quetschten Organe, werden mit Wasser angerührt und ausgepress

"ach,