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1 (1848)
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ohne Hülfe zu finden, verschluckt. Der Grund desselben warauch wahrlich sehr schwer zu erkennen. Drei Wochen gingenhin, bevor ich, einzig durch Probemittel, zu der Frkcnntnissgelangte, dass alles Elend der guten Frau von Gallensteinenabhänge. Nun gab ich ihr aber das Dürandsehe Mittel mitso gutem Erfolge, dass sie sich schon nach achttägigem Ge-brauche desselben viel wohler fühlte als seit vielen Jahren,und ich ihr eine vollkonimne Heilung bestimmt zusichernkonnte.

Sie mochte ungefähr einen Monat mit immer zunehmen-der Besserung das Mittel gebraucht haben, da wurde einerihrer alten Freunde zum Minister ernannt. Wahrscheinlichhatte sich dieser der unterdrückten Frau erinnert; denn sieerhielt die Weisung, es sei jetzt Zeit, eine Forderung von300(10 Gulden an den Staat, und von einer jährlichen nam-haften Summe an die Mililärwiltwenkasse geltend zu machen(beides war ihr unter der Franzosenherrschaft widerrechtlichvorenthalten worden). Zu dem Ende musste sie aber per-sönlich in der Residenz, oder gar (wie mir vorstehet) hei demKönige selbst erscheinen. Wie sie mir dieses mit grosser Freudeerzählte, bemerkte ich ihr in Betreff der Reise zur Resi-denz, es sei, bei der grossen UnWahrscheinlichkeit, ja bei derUnmöglichkeit, dass die Gallensteine schon durch das gebrauchteMittel ganz könnten aufgelöset sein, Vorsieht nöthig, um dieseFeinde nicht durch die Erschütterung des Fahrens in Aufruhrzu bringen. Ich lielh ihr, den gemächlichsten Mielhwagen,den sie haben könne, zu wählen. Sie hat freilich meinen Rathtreu befolgt, aber die Wahrheit des Horazischen Spruches:Quid quisque vitet, nunquam homini satis cautuni est in horasbestätigte sich dennoch. Einige Tage nach ihrer Abreise be-kam ihre Tochter die Nachricht, die gute alte Muller sei aufhalbem Wege zur Residenz von Seitenstechen ergriffen wor-den, habe nicht weiter reisen können, sondern liege gefährlichkrank. Aus dem Briefe ihrer Begleilerinn ersah ich, dass ihreKrankheit von dem dortigen Arzte als entzündliche Pleurcsiemit Aderlassen, Zugpflastern u. s. w. behandelt wurde. Wäresie jünger gewesen, so hätte sie vielleicht die Krankheit unddie Kur ausgchalten; als Siebzigerinn unterlag sie aber diesem

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