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1 (1848)
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das Dannleiden müsse ein consensnelles sein und von einemanderen urerkrankten Organ abhängen. Zur ungewöhnlichenZeit liess die Gattinn des Kranken mich einst bitten, zu ihrzu kommen, angeblich hatte sie mir etwas sehr Merkwürdigesmitzutheilen. Da ich hinkam, hörte ich nun Folgendes. DerKranke, in seiner Sclimerzensnoth, bittet die Gattinn, ihm einTellerluch fest um den Bauch zu binden. In dem Augenblick,wo der Knoten des Tuches zugezogen wird, verschwindet derSchmerz wie durch einen Zauber. Ich begriff leicht, dassdurch dieses mechanische Mittel nur eine von Gallensteinenabhängende Kolik könne gehoben sein. Durch das rasche Zu-ziehen des Knotens konnte leicht die scharfkantige Seite einesSteins, welche die Wand der Gallenblase stark und schmerz-haft gereizt, nach innen hin gewendet und auf die Weise un-schädlich gemacht sein. Ein eigenes, leises, fremdartiges Ge-fühl, welches jetzt nach verschwundener Kolik in der Gegendder Gallenblase noch zurückgeblieben, gab dieser höchstwahr-scheinlichen Vermuthung fast den Werlh der Gewissheit. Durchden sechsmonatlichen Gebrauch des Dürandschen Mittels wurdeder Mann nicht bloss vor der Kolik bewahrt, sondern erwurde auch von allen vermeintlichen Magenbeschwerden so«rundlich befreiet, dass er in 12 Jahren keiner Arzenci mehrbedurfte. Nun meldeten sich aber die steinernen Gäste wie-der, jedoch unter anderen Larven als früher. Mich täusch-ten sie jetzt nicht; ich gab wieder das Dürandsche Mittel,die Beschwerden verschwanden bald und sind auch nie wie-dergekehrt, der Mann ist in einem sehr hohen Alter an Ma-rasmus gestorben.

Das, mit Husten, blutigem Auswurfe und lebhaftem Fieberverbundene Seitenstechen ist ebenfalls ein Zufall der Gallen-steine, wodurch der Arzt, der als Fremder zum Helfen auf-gefordert wird, zu argen Missgriffen kann verleitet weiden.

Die Gemahlinn des unglücklichen Admirals St** lebtehier eine Zeit lang in grosser Beschränktheit. Sic litt anHysterie, deren vorwaltender Zufall unwillkürliches Weinenwar. In den Niederlanden hatte sie viel früher an einer sehrhartnäckigen Gelbsucht gelitten. Gegen das jetzige Uebelhalte sie schon viele, von mehren Aerzten verordnete Arzeneien,