Die Fruchtilrosjen.
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Endosperm {Ed) ist als Sack vorhanden, welcher den Embryo (K) um-schliefst. Der zuletzt beschriebene Zustand gleicht im gröbeien Baue derreifen Frucht schon völlig.
Morphologie der Droge: Will man die Bezeichnung für das vor-liegende Gebilde nach Analogie der bei den Angiospermen gültigenNamen bilden, so ist es am besten, dasselbe Frucht zu nennen, indemman, wie wir 'es thaten, den ganzen Geschlechtssprofs als Blüte bezeichnetund' die Samenknospen tragenden und schützenden Blätter als Karpelleauffafst, welche sich zwar beim Befruchtungsvorgauge nicht beteiligen,wohl aber Schutzorgane der Samenknospe sind. Würde man die Karpelleals reine Hochblätter auffassen, so raüfste man die Droge einen „Samen-stand" nennen. Am unzweckmäßigsten ist die Bezeichnung der Wacholder-beeren als Fruchtstand.
Die durch eine zarte Wachsschicht teilweise noch blau bereifte(meist ist das Wachs abgerieben), dunkelbraune, reife, beerenartige Frucht,wie sie in der Droge vorliegt, zeigt uns au ihrer Basis das beblätterteStielchen. Dasselbe ist mit ungefähr 6 dreigliedrigen Wirtein von kleinenHochblättchen besetzt.
Bricht man das Stielchen ab, so bleiben gewöhnlich noch die dreibesonders großen, obersten Blättchen an der Frucht sitzen, welche sichdurch ihre verdickte Basis, den häutigen oberen Band und ein kleinesEndspitzcheu auszeichnen. Die Spitze der Frucht wird von drei kleinenErhöhungen, den Spitzen der Karpelle, gekrönt, zwischen denen die vonden zusammenscharenden Karpelleu gebildete, schmale dreistrahhgeSpalte liegt. Diese Spalte ist nicht offen, sondern durch die kurz-papillenartig zwischeneinander wachsenden und dann anschwellenden Epi-dermiszellen geschlossen. Hält man das Stielchen der Frucht fest, undentfernt man mit einer Nadel vorsichtig die häutige Hüllsclncht derbeereuarti<ren Gymnospermenfrucht, ebenso wie die braune Fleischschichtund die Samen, so behält man das ganze Leitbündelsystem als Büschelvon Fasern zurück. Nimmt man die Samen heraus und betrachtet die-selben genauer, so fallen zuerst mehrere an ihnen haftende eiförmigeSekretbehälter auf, welche eigentlich dem Perikarp angehören und sichleicht abheben lassen. Es bleibt dann an ihrer Stelle eine Vertiefungin der Samenschale zurück. Die Spitze des Samens zeigt em kleines,bervorragendes Zäpfchen, die Mikropyle, den Samennrand. Unter derSpitze ist der Samen gewöhnlich schwächer oder stärker geflügelt durcheinen hinteren, gewöhnlich stärkeren und zwei seitliche Leisten der Samen-schale. An dem unteren Teil des Samens hängt mehr oder wenigerreichlich Gewebe der Fleischschicht.
Anatomie der Frucht: Über die Anatomie der Frucht verschafftman sich am besten an einem Querschnitt durch eine im Juli gesammelte,fast reife noch grüne Frucht (Fig. 648) einen Überblick. Als dunkleLinie umgiebt die ganze Frucht die Epidermis, welche mit der darunter