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2 (1892)
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173
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§ 4. Die Laubblätter.

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Nebenblätter, stipulae, sind blattartige Verbreiterungen des Laubblatt-grundes, welche hauptsächlich als Schutzorgane für die jungen Blatt-spreiten dienen. Bei vielen Pflanzen, z. B. bei der Buche, fallen dieNebenblätter, nachdem sie ihre Hauptleistung vollführt haben, ab, inanderen Fällen, z. B. bei der Rose, bleiben sie erhalten, zum Schutze derAchselknospen dienend, oder auch, als Nebenleistung, sich an der Assimi-lationsarbeit beteiligend. In seltenen Fällen tritt vollkommene Umge-staltung der Nebenblätter zu Assimilationsorgaueu ein, wie z. B. beim

Fig. 385.

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Fig. 385. Blatt von Ranum-ulus Fioftria.v Blattscheide oder scheidenförmig verbreiterter Blattgrund, p Blattstiel.(Aus Prantl, Lehrb. d. Botanik.)

Spreite.

Fig. 888. Laubblatt r, b, n von Pisum sativum, mit floralem Sprofs in der Achsel.n Nebenblätter, b Blattspindel mit den Blftttohen. r zu Ranken umgestalteter Blattteil.

(Nach Wiesner.)

Waldmeister oder bei der Erbse (Fig. 386), wo die Nebenblätter gröfserwerden als die Laminarteile des Blattes.

Übrigens können die Nebenblätter auch noch andere Umgestaltungenerfahren, z. B. zu Dornen werden, wie bei Robinia Pseudacacia. Vonunseren officinellen Blättern besitzen sehr kleine Nebenblätter die Cassia-Arten, welche die Sennesblätter liefern; auch Malva silvestris besitztNebenblätter, doch gelangen auch diese nicht mit in die Droge, dasie an der Achse sitzen bleiben, wenn man das Blatt beim Einsammelnabreifst.

ß) »er Blattstiel,dessen biologische Bedeutung hauptsächlich darin besteht, dafs durch seinVorhandensein die assimilierende Blattspreite beweglicher wird, so dafsdie gestielte Blattspreite einmal vor der Zerstörung durch den Wind