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IV. Pharmakognosie.
sich 3 solche Zapfen, welche die Röhre R im gleichmäfsigen Abstand vonW halten. Diese Röhre ist unten gegen V trichterförmig aufgeblasen, sodafs man ein Faltenfilter hineinbringen kann. Unten steckt das verjüngteEnde der Röhre W in dem Korke (der vorher mit Chloroform völlig aus-gekocht ist) des Kochkölbchens K, welches eine plattgedrückte Formbesitzt und dessen Mündung einen Durchmesser von 4,5 cm, dessen Boden-durchmesser 8 cm und dessen Höhe 3,3 cm beträgt. Oben ist die RöhreW durch einen Kork geschlossen, in welchen ein aufrecht stehender Kühlereingefügt ist.
Die getrocknete, gepulverte Magnesiamischung wird in die Röhre Rmöglichst lose eingebracht, dann wird die Schale gut mit einem feuchtenBaumwollenbausch ausgerieben, welcher dem Pulver schliefslich aufgesetztwird. Um zu verhindern, dafs das Pulver herausgetrieben wird, schiebtman noch über die Baumwolle eine kreuzförmig ausgeschnittene Kork-scheibe. Man giebt nun in das vorher gewogene Kölbchen 40—50 ccmChloroform, setzt den Extraktionsapparat auf und stellt das Kölbchen inein konstantes Wasserbad. Eine anderthalbstündige Extraktion ist in derRegel genügend. Hat die vollkommene Extraktion stattgefunden, so ent-fernt man den Extraktionsapparat und wischt das Kölbchen mit einemreinen Tuche ab. Man bringt nun das Kölbchen in einen Trockenschrank,läfst bei gelinder Wärme das Chloroform abdampfen, trocknet schliefslichbei 110° eine Stunde lang und wägt.
Geschichte: Auf die Wirkung der Chinarinde wurde man zuerst1638 aufmerksam, als die Gräfin Chiuchon (Tschintschon), die Gemahlindes Vicekönigs von Peru, durch sie vom Fieber geheilt worden war. InDeutschland ist sie schon 30 Jahre später in den Apotheken zu finden.
ß) Hölzer.
u) Lignum Quassiae.
Q.uassiaholz, Quassia, Fliegenholz.Lltteratur.
Botanik: August Vogl, Zur näheren vergleichenden histologischen Kenntnisdes Bitterholzes. Verh. d. k. k. zool.-bot. Ges. in Wien, 1864, mit T. 6.
Chemie: Winkler, Repert. Pharm. 54, 85 und 65, 74. — Wiggers, Ann.Chem. Pharm. 21, 4:!. — Enders, Archiv der Pharm. 1808. S. 214. — Christensen,Archiv der Pharm. 1882, 481. — üliveri e Denaro, Gaz. chim. 14, p. 1. — Adrianet Moreaux, llep. de Pharm. 11, p. 240. — Massute, Beiträge zur Kenntnis derchem. Bestandteile von (Quassia amara L. u. Picraena excelsa Luids. Arch- d. Pharm.1890, 8. 147. - Fltickiger, Pharmakognosie, IL Aufl., S. 464.
Es kommen im Handel zwei verschiedene Sorten des Quassiaholzesvor, das Lignum Quassiae jamaicense und surinamense. Wir wollen diebeiden, von 2 verschiedenen Simarubaceen abstammenden Sorten gesondertbesprechen.