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2 (1892)
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IV. Pharmakognosie.

schnitt leicht zu erkennen ist. Die kleineren Markstrahlzellen sind relativstark radial gestreckt, die grofsen relativ wenig in Richtung des Rinden-radius verlängert.

In dem grofszelligen Markstrahlenparenchym liegen zahlreiche undgrofse Oxalatzellen. Dieselben sind im dünnen Querschnitte der Rindenicht gut zu sehen, da das Oxalat, welches in sehr zahlreichen, sehrkleinen Drusen in den Zellen liegt, leicht herausfällt. Besser sieht mandiese auch in Fig. 374 u. 376 mit 0 bezeichneten Zellen im Tangential-schnitt (0, Fig. 375).

Zwischen den Markstrahlen sieht man im Querschnitte die radialenStreifen der Rindenstränge liegen, hauptsächlich charakterisiert durch dieQuerschnitte der Sklerenchymfasern (/), aufserdem Siebröhrenstränge (s)und etwas langgestrecktes Parenchym enthaltend.

Die Sklenchymfasern liegen häufig isoliert, hier und da in kürzereoder längere Radialreihen geordnet; selten sind kleine rundliche Gruppenaus 3—5 Fasern gebildet. Die Zahl der auf dem Querschnitte auf-tretenden Fasern ist je nach dem Alter und Individuum der Rinde ver-schieden, ebenso die Dicke der Fasern ein und derselben Rinde von ver-schiedener Dicke, wobei jedoch zu beachten ist, dafs auch dadurch aufdem Querschnitte verschieden dicke Querschnitte der Fasern erscheinen,dafs die Fasern relativ lang sind und spitz zulaufen. Ihre Gestalt ist ausFig. 375, / zu ersehen, und in Fig. 376, / erkennt man noch besser, dafsdie Fasern stark verdickt, deutlich geschichtet und mit zarten Tüpfel-kanälen versehen sind. Sie zeichnen sich auch dadurch aus, dafs sich ihreWand mit Anilinsulfat gleichmäfsig gelb färbt. Die Siebröhren («) sindmit sehr feinporigen, etwas schräg gestellten Zwischenwänden versehen.Im Tangentialsclmitte werden die Siebröhren meist durch die Fasern ver-deckt. Die Zellwände des ganzen Rindenparenchyms der Droge erscheinenbraunrot gefärbt, die der Siebröhren sind meist völlig farblos, auch dieSklerenchymfasern meistens. Es hängt diese Färbung offenbar mit der Ver-teilung der Chinagerbsäure in der frischen Rinde zusammen. Diese ist nachKoch fast in allen Parenchymzellen und in den Sekretschläuchen, nichtin den Siebröhren und Sklerenchymfasern vorhanden. Die frische Rindeist wie der Inhalt der Sekretschläuche farblos, färbt sich aber an derLuft rot.

Bringt man die Schnitte in ein Gemisch von Glycerin und Kalilaugeunter ein Deckglas, so krystallisieren die Chinaalkaloide meist in Sphäro-krystallen, im Schnitte.

Rinden anderer Species der Gattung Cinchona.

Aufser der Rinde von C. succirubra hat die Rinde von C. Calisayanoch besonderes Interesse für den Pharmazeuten, vorzüglich dies als G'ortexChinae regius sine epidermide (China regia plana) in den Handel ge-langende Rinde alter Stämme, welche, wie wir sahen, schon beim