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2 (1892)
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IV. Pharmakognosie.

statten die Nilagiri-Gebirge und die südlichen Vorberge des Himalaja.Die Samen und Pflanzen der Cincliona succirubra und anderer Cinchona-Arten wurden vorzüglich 1859 durch Markhams Bemühungen aus Süd-amerika nach Indien gebracht. Aufser den Anpflanzungen in dem Nilagiri-Gebirge (vorzüglich bei Utacamand), die zuerst besonders bevorzugt wurden,legte die Regierung 1862 in Darjeeling in Sikkim und 1801 auf Ceylon(Plantagen in dem Gebirgslande Hakgalla) Pflanzungen an. Schliefslichsind bei Madras Pflanzungen ins Leben gerufen worden. Wie auf Javaso sind auch in Ostindien und auf Ceylon aufser den Regierungsplantagenzahlreiche Privatnnternehmungen entstanden, welche von der Regierungso viel wie möglich unterstützt werden. Von englischen Besitzungen hatzuletzt Jamaica neuerdings mehr und mehr für die Chinakultur Bedeutungerlangt. Bezüglich der Kultur der Bäume und der Gewinnung der Rindengilt im wesentlichen das für Java Mitgeteilte. Man baut auf Ceylon vor-züglich C. succirubra und officinalis, dann, in zweiter Linie, C. Calisayaund Cinchona Ledgeriana, ferner Hybriden von C. officinalis und C.succirubra (C. robusta); andere Formen haben kaum Bedeutung. In denostindischen Kulturen herrscht C. succirubra und C. Calisaya Ledgerianavor, dann folgt C. officinalis. Von Hybriden kultiviert man wohl auchsolche zwischen C. officinalis und C. succirubra (z. B. C. pubescens undmagnifolia). Die Rinden werden in Ballen von 125 kg gepackt, die mitSackleinen überzogen und mit Leisten aus gespaltenem Bambusrohre um-geben werden, welche durch eiserne Reifen festgehalten werden.

Die südamerikanischen Kulturen. In Bolivia kultivieren seit1877 Privatunternehmer, darunter viele Deutsche, Cinchona-Arten zurRindengewinnung, in ziemlich ausgedehnter Weise im Departement LaPaz, in den Cordilleren in einer Höhe von 1000 m, an den Abhängen dertiefen Thäler. Vorzüglich sind am Mapiri (ungefähr (),:," nördlich von derStadt La Paz; der Mapiri-Flufs vereinigt sich mit dem Cosoico-Flusse zudem Caca-Flusse) gröfsere Pflanzungen angelegt worden, in denen manmeist das Schlagwaldsystem befolgt, als Schattenpflanzen der jungenBäumchen Bananen benutzt und die Rinden von 6jährigen Bäumen unddann von 5jährigen Schöfslingen, von Oktober bis Januar, sammelt. DieKulturrinden werden meist von Arica und Islay aus verschifft. Haupt-sächlich kultiviert man die dort einheimische Cinchona Calisaya in ver-schiedenen Varietäten und verschiedene Hybriden derselben Pflanzen. Auchin Columbia hat man Pflanzuugen angelegt, in welchen C. lancifolia, Led-geriana, succirubra, officinalis und andere vertreten sind.

Die Handelssorten der Chinarinden: Mau versteht unter China-rinde im allgemeinen, jede chininhaltige Riride, rechnet deshalb z. B.auch die Rinde von Remijia (Cortex Chinae cuprea) mit zu den China-rinden; als echte Chinarinden werden aber zweekmäl'sigerweise nur diechininhaltigen Rinden der Cinchona-Arten bezeichnet. Rinden, welchekeine echten Chinarinden sind, und welche doch im Handel als China-