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Erkennung der Blutflecken.
tropfenweise unter Umschütteln eine frisch bereitete (0,1 proc.) Ferrid-cyankaliumlösung zu. Ist das Blut blausäurefrei, so geht die rotheFarbe der Flüssigkeit in Gelb über — Methänioglobin — und mansieht im Spectroskope das Methämoglobinspectrum. Blausäure-haltiges Blut wird nicht entfärbt, sondern nimmt vielmehr eine hell-rothe Farbe an und zeigt keinen Absorptionsstreifen im Spectrum —Cyanmethämoglobin.
Will man Blausäure (z. B. in einem Destillate aus Organen unddergleichen, die mit Weinsäure destillirt wurden) mittelst Blut nach-weisen , so verdünnt man 1 ccm normales Blut (von Menschen, Säuge-thieren oder Vögeln) mit 99 ccm Wasser, filtrirt und schüttelt dasFiltrat mit einem winzigen Kryställchen Ferridcyankalium eben nurso lange, bis die rothe Farbe in Gelb übergegangen ist — Methämo-globin — und schichtet einige Tropfen der zu prüfenden (neutralreagirenden) Flüssigkeit darüber, so dass zunächst keine Mischungstattfindet. Enthält die zu prüfende Flüssigkeit Blausäure, so trittRothfärbung — Cyanmethämoglobinbildung — ein.
Bei allen diesen Proben ist genau darauf zu achten, dass wederdie Blutlösungen, noch die zu prüfenden Flüssigkeiten alkalisch,sondern spurenweise sauer reagiren, weil Methämoglobin in alkalischerLösung ebenfalls roth gefärbt ist. Allerdings unterscheidet es sichdann immer noch vom Cyanmethämoglobin durch den Absorptions-streifen im Roth, der dem Cyanmethämoglobin fehlt.
Eine andere Methode, um blausäurehaltiges Blut von normalemBlut zu unterscheiden, gründet Robert auf die Thatsache, dass dieSelbstreduction des Blutes schon durch die minimalsten Spuren vonBlausäure aufgehoben wird. Mit anderen Worten: normales Blut (in1 proc. Lösung) wird beim Stehen dunkler und zeigt nach einigenStunden oder Tagen an Stelle des Oxyhämoglobinspectrums dasjenigedes reducirten Hämoglobins — also statt der zwei Streifen in Gelb-grün nur einen solchen. Blausäurehaltiges Blut bleibt unter denselbenUmständen unverändert und zeigt nach wie vor das Oxyhämoglobin-spectrum.