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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Nervensystems.

rung in der Temperatur zu erleiden, also mit 15j° R. auf den Ba-denden strömt, ist eine in hohem Grade reizende, aufregendeund belebende für die äussere Haut und das peripherische Nerven-system.

Die Sprudelsoole wird mittelst des theils durch Dampf-, theilsdurch Wasserkraft in Wirksamkeit gesetzten Saugapparats auf dieGradirhäuser gebracht und von diesen herab in die liadehäuser mit57 Fuss betragendem Falle geleitet. Hier dringt sie in der Mitte desHodens der sehr geräumigen, unter das Niveau des Zimmerbodenseingesenkten, Badewanne durch eine Röhre mit einer solchen Ge-walt von unten nach oben in dieselbe ein, dass der \' t Zoll dickeStrahl die Decke des 11 Schuh hohen Zimmers berührt. Nach Be-lieben kann dieser Strahl geschwächt oder verstärkt werden; ist dieWanne gefüllt oder lässt man dem Strahle seine volle Stärke, sowird das Soolenwasser durch den emporsteigenden und vermöge desOberdruckes der in der Wanne schon vorhandenen Soolenmengezum Kreisen gezwungenen Strahl, so bewegt, dass es den Welleneiner bewegten schäumenden See nahekommt. Diese Soolenwellen-bäder stehen in der Wirkung den Seebädern keiuesweges gleich, sindihnen vielmehr, wo es darauf ankommt stark zu erregen und zu bele-ben, und wegen ihres Eisen- und Kohlensäuregehalts vorzuziehen.

In der Wanne ist nun über dem breiteren Ende ihrer Eil'ormein plattes Röhrenmundstück angebracht, welches beliebig geöffnetwerden kann und aus welchem in schief absteigender Richtung einbreiter dünner Wasserstrahl über das Niveau der Wanne binstreiobtii— Ferner sind alle Einrichtungen zu Douehebädern in jeder Formund Stärke vorhanden.

Für die Soolend a mpf bii der sind 7 Cabinette bestimmt, jedesdurch eine Glaswand in '2 Räume abgetheilt. In dem einen befindetsich eine bequeme Lagerstätte, unter welcher ein Gefäss mit Soolegelullt, aufgestellt ist, die durch den Dampf aus dem Maschiuen-dampfkessel Verdunstet. Die Dampfströmung kann beliebig vegulirt,die Zustroniung erwärmter Luft und Abströmung des Dampfes mit-telst beweglicher Klappen bewerkstelligt werden. — Auch sind Vor-richtungen getroffen, die Dämpfe bloss auf einen bestimmten Körper-theil wirken zu lassen.

Noch sind hier zwei Soolquellen zu erwähnen, die bei Spinal-lähmungen, in Folge einer rheumatischen Affection der Rückenmarks-häute, oft noch, wenn alle Mittel erfolglos geblieben, Hülfe schaf-fen, nämlich die Läder in lüej uhaii&eii und YimSu'iiii.