Paralysen.
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Resorptionsprozess schon weit vorgeschritten ist. In diesen Fällen8teUl sich auch die Prognose günstiger, wenn die Gehirnthätigkeitungestört fortdauert, die Sinnes- und Respirationsorgane nicht mit-leiden und die Sensibilität und Reflexaction in den gelähmten Thei-len normal beschaffen ist.
Jedenfalls dürfen solche Kranke nur bei mögliehst niedri-ger Temperatur baden, nie lange im Bade verweilen, anfangs nichttäglich baden und während des Aufenthalts im Bade sind kalteUeberschläge über den Kopf erforderlich. Oft ist es rathsam, mitIlalbbädern bis zur Herzgrube beginnen zu lassen. Der innere Ge-brauch eines leicht abführenden Mineralwassers ist dabei anzura-then, und wenn sich Kopfschmerz, Schwindel oder krampfhafteContracturen einstellen, sind Schröpf köpfe im Nacken zu appli-ciren.
Schmelkes beobachtete in einer Praxis von 20 Jahren nur ein-mal vollständige Heilung der Hemiplegie bei einem 24jährigen, kräf-tigen, regelmässig menstruirten Mädchen, wo die Lähmung nach vor-angegangenem Kopfschmerz plötzlich ohne irgend eine Veranlassungentstanden war.
h. Spinallähmungen eignen sich schon eher für die Ther-men. Entweder liegen ihnen Ilaemorrhoidalcongestionen nach demunteren Theile des Rückenmarks zu Grunde, nachdem die Haemor-rhoiden zu fliessen aufgehört haben oder unterdrückt worden unddann leisten die Thermen von Wiesbaden oft gute Dienste;oder rheumatische und gichtische Affectionen der Rückenmarks-häute, des ligamentösen Apparats und Periosteums. In solchenFällen werden sich die Thermen von TeplHz, die dortigenMoorbäder und die Schwefelbäder von grossem Nutzen er-weisen.
Schmelkes (1. c. p. 41 u. fgd.) theilt zwei Fälle von Lähmungder oberen und unteren Extremitäten mit Muskelatrophie, aber unge-störter Sensibilität und Immunität der Sphincteren mit, die durch denmehrwöclientlichen wiederholten Gebrauch der Bäder und Douche inTeplitz vollständig geheilt wurden. Die Nutrition der gelähmtenMuskeln kehrte durch die Anwendung des Electromagnetismus imWinter wieder zurück.Nicht minder erfolgreich sind auch die Soolenwellen-,Strahl- und Douchebäder des Soolensprudels in Kiggiii-jeen. Die Einwirkung dieser Bäder, wo das Wasser des Soolen-sprudels unmittelbar aus der Quelle, ohne die geringste Verände-