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Krankheiten der Harnwerkzeuge.
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Ein vortreffliches Heilmittel bilden hier die Bäder. Sie linderndie oft vorhandenen Schmerzen und erleichtern und befördern durchBeseitigung krankhafter Contra ctionen in den Harnleitern und derBlase den Durchgang der Steine. Wenn sie schmerzlindernd seinsollen, müssen sie lauwarm genommen werden, in der Temperaturvon 25° bis 27° R., und der Kranke muss sehr lange (eine bis zweiStunden) im Bade verweilen. Oft gehen, während er in demselbensitzt, Steine ab.
Die Kur muss, wenn sie von Erfolg sein soll, längere Zeit fort-gesetzt und öfter wiederholt werden.
Jedoch ist hier, wie beim Gebrauche aller alcalischen Mineral-wasser erforderlich, dass der Organismus noch eine gewisse Energiebesitzt, der Kranke nicht zu sehr entkräftet sei und die Blutent-mischung noch keine bedeutende Fortschritte gemacht habe, sonstbilden sich leicht ödematöse Anschwellungen und die Prostration wirdschnell zunehmen.
Nicht minder hülfreich erweisen sich hier die Thermen vonEms (s. S. 218), jedoch müssen sie wenigstens mehrere Monate hintereinander gebraucht und öfter wiederholt werden. Bei jugendlichenIndividuen eignet sich mehr das Krähnchen und wird dem Kessel-brunnen um so mehr vorzuziehen sein, wenn der Kranke ein sehrerregbares Gefässsystem hat und Verdacht einer chronisch entzünd-liehen Reizung der Nieren obwaltet. —Beide Quellen werden täglichzu 2 bis 6 Becher getrunken. Man lasse die Kranken nach been-deter Brunnenkur zu Hause das natürliche oder künstlich nachge-bildete Wasser trinken.
Eine intercurrente entzündliche Reizung der Nieren oder Blasen-schleimhaut contraindicirt den inneren Gebrauch der Thermen, indemdie Kohlensäure den Reizzustand steigern würde, dagegen könnendie Bäder fortgesetzt und dabei'die Molken getrunken werden.
Ein sehr bewährtes Mittel bei Nierensand und grösseren Nieren-concrementen sind die Thermen von Karlsbad (s. S. 380). Sieunterscheiden sich von den obigen Thermen dadurch, dass sie demOrganismus eine noch grössere Menge Alealien zuführen, von denenaber ein Theil an Säuren gebunden ist, welche die Zersetzungen, diesie durch die organischen Substanzen erleiden, auf eine ganz ver-schiedene Weise einleiten. — Durch den grossen Gehalt an schwefel-
reichhaltigste an kohlensaurem Eisenoxydul, enthält 0,35 Gran in demLivre, während die Grand-Grille nur 0,08 Gran enthält.