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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Nierensteine.

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saurem Natron wirken sie stärker auf die Proteinverbindungen desvenösen Blutes ein, beseitigen die Stasen in den Venen des Unter-leibs und somit das eigentliche Grundleiden, aus dem die Bildung derkrankhaft vermehrten Harnsäure hervorgeht. Während das Eisenund die Kieselerde der stark purgirenden Wirkung entgegentreten,wirkt das Chlornatrium als Digestivmittel und trägt zur leichterenAssimilation des Wassers bei. Sie sind nicht allein indicirt in denFällen, wo mit dem Urine nur zuweilen oder beständig eine grössereoder geringere Menge feinen Sandes entleert wird und wobei derKranke entweder gar keine Beschwerden fühlt oder nur von Zeitzu Zeit von einem lästigen Gefühle in der Lumbalgegend und in derHarnröhre heimgesucht wird oder heftige Erscheinungen der so-genannten Colica nephritica in Folge krampfhafter Zusammenschnürungder Harnleiter oder Dysurie und Stangurie auftreten, sondern auchdann, wenn die Untersuchung mittelst der Sonde die Gegenwarteines Steines in der Blase von einer solchen Grösse ergeben hat,dass er nicht durch die Harnröhre entleert werden kann. Doch istin diesen Fällen eine chirurgische Operation unerlässlich, indemdurch den Gebrauch der Thermen nur die Oberfläche des Steinesmürbe wird und abbröckelt, aber eine vollständige Auflösung nie er-folgt. Nach der Zertrümmerung des Steines und Entleerung der ein-zelnen Fragmente zeigen sich dann die; Thermen nützlich durchTilgung der harnsauren Diathese.

Becher bemerkt über die Wirkungen der Thermen, dass derSprudel durch den häufigen Abgang des Urins den Nierensand ab-spült und ihn aus den Urinwegen schafft, dass er wahrscheinlich dasGluten eines Sandklumpens in der Blase vermittelst des alcalischen Sal-zes auf die Weise zertheilt, dass solcher in Sand gerfallen und abgehenkann- ebenso werden kleine Stücken von Steinschalen, auch ganzeSteine durch den Strom des Urins fortgespült, oder gehen'mit Blut-harnen und Schmerzen ab; eine Auflösung aber findet nicht statt.

Eher schädlich als nützlich istderGebrauch aller alcalischen WasserbeiSteinen, dieganzaus phosphorsaurer Ammoniak-Magnesiaoderphos-phorsavurer Kalkerde bestehen, indem diese gewöhnlich einer organisoheaDegeneration der Harnwerkzeuge ihre Entstehung verdanken, mit wel-cher eine Blutentmischung verbunden zu sein pflegt, in deren Folge dieKräfte undErnährung gesunken sind oder sich beiPersonen von schwäch-licher Constitution bilden, ferner bei denen, die durch körperliche undgeistige Anstrengungen heruntergekommen sind oder lange Zeit von de-primirendenGemüthsaffectenheimgesucht W orden;diealcalischenSal Z e