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Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane.
Unterstützt wird die Kur durch Einspritzungen in die Scheidemittelst einfachen oder durch Mutterlauge verstärkten Soolwassers.Man bedient sich dazu einer einfachen Injectionsspritze oder, waszweckmässiger ist, besonderer, nach der Beckenkrümmung geformter,in den Seitenwänden vielfach durchlöcherter Röhren von Zinn, welchewährend des allgemeinen Bades oder eines Sitzbades in die Scheideeingeführt werden. Sie gestatten der Flüssigkeit, die kranken Theilezu bespülen.
Nach 25 bis 40 Bädern tritt gewöhnlich eine Steigerung der ört-lichen Symptome ein, und bei der Untersuchung zeigt sich ein Theilder Geschwulst meist an der Peripherie im Zustande einer grösserencongestiven Thätigkeit. Bei den meisten Frauen, besonders vonsehr reizbarer und zarter Constitution, nimmt der Organismus andieser Aufregung Theil. Dann ist eine sorgfältige Ueberwachungder Kranken erforderlich, strenge Regelung der Diät, der Functionender Haut und des Darmkanals, sowie Vermeidung körperlicher undgeistiger Anstrengung.
Die Kur muss gewöhnlich mehrere Sommer hinter einander wie-derholt werden. Das Mineralwasser äussert nicht nur während desGebrauchs seine Wirkung, sondern auch noch längere Zeit nachbeendeter Kur.
Sehr rathsam ist es, Sitzbäder aus einer Mischung von Mutter-lauge mit gewöhnlichem Wasser, Injectionen und Fomentationen miteiner solchen Mischung und selbst Vollbäder zu Hause fortsetzen zulassen.
2. In Ischl (s. S. 117).
Die einfachen Soolbäder lasse man im Anfange mit $ EimerSoole, (4 Pfund) Zusatz zu einem Bade von 15 Eimern (128 Pfund)nehmen und nach und nach bis zu einem ganzen Eimer (ä2 Pfund)steigen. Die Temperatur richtet sich nach der Individualität derKranken; anfangs werden die wärmeren von 29° R. ertragen, all-mälig erniedrige man die Temperatur bis auf 25° — 24°.
Bei bedeutender Hypertrophie des Scheidentheils der Gebär-mutter, welche durch chronische Catarrhe der Schleimhaut und Stasenin den venösen Gelassen bedingt ist und bei Eierstocksgeschwülsten,die auf einem wiederholten Congestivzustande oder einem selbstdurch entzündliche Processe gesetzten Exsudate beruhen, sind dieSoolendampfbäder in Gebrauch zu ziehen.
Bei sehr grosser Irritabilität der erkrankten Theile. thut mangut, im Anfange Molkenbäder nehmen zu lassen, für die hier zu