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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Anschwellung des Uterus.

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massigen Preisen stets in grosser Quantität Kuhmolke bereitet wird;in dem Maasse als die Reizung sieh mildert, geht man nach undnach zu den Soolbädern über, die zuletzt allein in Gebrauch gezogenwerden können.

Wo es nöthig erscheint, werden innerlich auflösende Mineral-wasser, oder bei scrophulöser Diathesis die Marien - Louisen-quelle, die Adelheidsquelle und ähnliche Wasser getrunken.

.".. In Acliselinaimstein (s. S. 135).

Die Temperatur der Bäder richtet sich nach der Individualitätder Kranken und der Reaction, die nach dem Bade eintritt. Beireizbaren, zu Congestionen geneigten Individuen darf man sie oftnur zu "24" nehmen lassen, während Kranke mit torpider Haut eineTemperatur von 27° und 28° ertragen. Sie müssen sieh kurze Zeil,nachdem sie hineingestiegen, behaglich fühlen, ohne dass eine Auf-regung im Gefässsysteme entsteht und Abspannung nachfolgt.

Die Dauer des Bades hängt ebenfalls von dem Grade der Irri-tabilität der Haut ab und ob eine bedeutende Reizung vonnöthenist, oder nicht; länger als \ Stunden bis eine Stunde lasse man dieKranken nie im Bade verweilen.

Die Sooldampfbäder wirken heilsam auf die Schleimhaut derGenitalien und bei längerem Gebrauche treten nicht nur Verände-rungen in der Secretion ein, sondern auch die Menstruation wirdgeregelt.

Innerlich kann die Edelquelle, anfangs zu 1 Esslüffel zu einemGlase süssen Wassers zugesetzt und allmälig bis auf 2 und 3 Ess-löffel gestiegen, verordnet werden. Es erfolgen gemeinhin zwei, dreioder vier breiige Stühle. Durch den Gehalt an kohlensaurem Gasewird das Wasser leicht verdaut, dennoch ist es rathsam, nicht täglich,Sondern nur jeden zweiten oder dritten Tag davon trinken zu lassen.

Kranke, welche die Edelquelle nicht vertragen, oder bei denensie zu heftig wirkt, kann man die gut bereiteten Ziegenmolkentrinken lassen zu 1, 2 bis 3 Gläsern. Zu solchen gehören meistschwächliche, reizbare Individuen; diesen ist von Anfang an die Mol-kenkur anzurathen.

4. In Rranhenlieil bei Tölz (s. S. 158), wo vorzugsweisedie Bäder in Gebrauch zu ziehen sind. Der Aufenthalt im Badewähre anfangs eine halbe Stunde, allmälig kann man ihn bis aufeine Stunde verlängern lassen. Nach dem Bade ist eine halbstündigeKühe im Bett sehr vortheilhaft. Injectionen in die Scheide wer-den zwei- bis dreimal täglich gemacht.