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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Anschwellung des Uterus.

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gleichzeitigen Gebrauch anderer Mineralwasser, wie der Salz-quelle von Franzensbad, des Kissinger Ragoczi, oder desKarlsbader Schloss- oder Mühlbrunnens, wenn bedeutendechronische Verdauungsbeschwerden, die in Hyperaemie oder Hy-pertrophie der Leber, Fettleber, Gallensteine u. dergl. ihren Grundhaben, sie erfordern und wendet nur die Adelheidsquelle zu 2bis 3 Gläsern, von 3 Unzen Gehalt, täglich, neben den Bädern an,wenn dieselbe indicirt ist, Diese Mineralwasser lasse man lieber voroder mich der Badekur trinken.

Bei solchen Anschwellungen der Scheidenportion und des Kör-pers der Uterus verdient auch der Moor, als Umschlag über diehypogastrische Gegend oder allgemeines Bad, als ein heilsames Un-terstützungsmittel der Kur einer rühmenden Erwähnung (s. Ban-nerth: Günsburg's Zeitschrift für klinische Medicin. Jahrgang I.).Er ist braunschwarz, fühlt sich fettig an und riecht beim Verbrennenbituminös. In 1000 Theilen enthält er:

Im Wasser lösliche Substanzen 10,5 Gran.

Chlornatrium 6,5

Kohlensaures Natron 2,5

Schwefelsaures Natron 1,0

Humusextract 0,5

In Wasser unlösliche Substanzen 889,5

Bei hoher Reizbarkeit des Nervensystem^ werden allgemeineMoorbäder nicht vertragen.

Nicht minder erfolgreich wirkt hier die innere Douche, welchemittelst einer an der im Georgenbade befindlichen Wasserleitung an-gebrachten Vorrichtung verabreicht wird. An der Ausllussmündungder Hähne, welche an den aufsteigenden Röhren der Leitungsrohrendes Thermalvvassers angebracht sind und über denen liegen, die letz-teres nach der Wanne leiten, wird eine messingene Zwinge ange-schraubt, an welcher ein drei Fuss langer aus doppeltem Reblederverfertigter und mit fester Leinwand überzogener Schlauch festge-bunden ist. Mit dem anderen Ende wird der Schlauch an eine mes-singene Canüle befestigt, deren Ausmündungsröhre von dem hörner-nen Mundstücke einer elastischen Mutterröhre aufgenommen werdenkann. Die Kranke, welche die innere Douche gebraucht, sitzt halbhegend in einer trocknen Wanne auf einem Kissen, welches demCarus'schen Geburtskissen ähnlich und mit einer beweglichenRückenlehne versehen ist. Ist das elastische Mutterrohr in dieScheide eingeführt, so wird die am Schlauche befestigte Canüle in