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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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462
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Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane.

das Mundstück der Mutterröhre geführt, der Hahn zum Schlauchegeöffnet und das Thermalwasser dringt nun unzersetzt und durchkeinen Einfluss der Atmosphäre in seinen festen und gasförmigenBestandteilen verändert, in die Scheide so lange, als es den Um-ständen nach erforderlich ist. Dadurch und weil sie in einer ange-messenen Lage des Körpers genommen werden kann, zeichnet siesich vor der in anderen Badeorten gebräuchlichen aufsteigendenDouche aus.

Die Rückbildung der noch heilbaren Gewebsverdichtungen gehtim Allgemeinen nur langsam von Statten. In der Regel ist ein wie-derholter Gebrauch der Mineralquellen nöthig, bevor das Organ zurnormalen Beschaffenheit zurückgeführt ist. Als Symptome der gün-stigen Wirkung sind zunächst zu betrachten: die Veränderung desMenstrualbluts, die Absonderung eines weissen oder gelblichen Se-crets anstatt der fleischwasserartigen Flüssigkeit, Nachlass der neu-ralgischen und krampfhaften Zufälle, regelmässiger Stuhlgang, Ver-minderung der Spannung und Völle in den Hypochondrien.

Die noch längere Zeit fortdauernde Leucorrhoe sowohl, wie diereichliche Ausscheidung eines minder dunkelgefärbten, nicht mehrklumpigen Blutes zur Zeit der Menstruation sind als natürliche Pro-cesse anzusehen in dem wieder zur normalen Thätigkeit zurückkeh-renden Organe und tragen zur vollständigen Zertheilung des Exsu-dats bei. Man darf sie keinesweges für Symptome einer zurückge-bliebenen Atonie halten und den Kranken Eisenbäder als Nach-kur empfehlen; diese sind nur gestattet, wenn ein bedeutender Gradvon Schwäche durch profusen Fluor albus oder Menorrhagieen sichkundgiebt.

3. Die Bäder in Schlangen!»«««! (s. S. 287) zeigen sich vor-nehmlich heilsam, wenn heftige Dysmenorrhoeen, Menstraalcoliken beiplethorischen, irritablen Frauen, die an einer Hyperaemie des Uterusleiden, auftreten.

Es entspringen hier 8 Quellen, von gleicher Beschaffenheit, de-ren Temperatur zwischen 22° und 24|° R. variirt.

Die Quelle unter dem Badehause enthält nach Fresenius inIG Unzen:

Schwefelsaures KaliChlorkaliumChlornatriumPhosphorsaures NatronKohlensaures Natron

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