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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Krankheiten des Digestionsapparats.

wendig ist, muss stets wärmer sein, als das eigentliche. Moorbad.Nach demselben pflege der Kranke wenigstens eine Stunde leichtzugedeckt der Kühe.

Die Aerzte sind von je her der Ansicht gewesen, dass eine mitden Bädern verbundene Trinkkur schnelle Heilung oder Besserungherbeiführe; jedoch ist es weit gerathener, nur ausnahmsweiseden inneren Gebrauch eines auflösenden Mineralwassers mit denBädern zu verbinden, wie des Marienbader Kreuzbrunnens, Kissin-Ragoczi's, der Salzquelle von Franzensbad u. s. w., wenn Krankhei-ten der Leber, Störungen der Digestion, fehlerhafte Gallenbeiehung,habituelle Stuhlverstopfung die gichtischen Zufälle compliciren oderzu deren Entstehung Anlass gegeben haben. Weit vortheilliaftcr istes, eine Brunnenkur an obigen Orten vorhergehen zu lassen und dieThermalbäder mehr als eine unterstützende Nachkur zu verordnen.

Von grossem Nutzen erweist sich der Gebrauch der BlllnerJosephsquelle (s. S. 239) während der Badekur, besonders in denFällen, wo sich noch kein vollkommen ausgeprägter Paroxysmus ge-zeigt hat, keine Ablagerungen in den fibrösen Gebilden vorhandensind, aber die Kranken an Störungen der Verdauung leiden, mitAffectionen der Schleimhäute behaftet sind und Ausscheidungen durchdie Nieren von Harnsäure und harnsauren Salzen beobachtet wur-den. Durch Regelung des I Hgestlonsprocesses, durch Tilgung derabnormen Säurebildung wird oft die gichtische Diathese bekämpft,die Nieren werden zu grösserer und geregelter Thätigkeit angesporntund somit die heterogenen Stoffe aus dem Körper ausgeschieden.

Im Biliner Wasser ist belmnntlich ebenfalls das kohlensaure Na-tron der Hauptbestandteil, daher muss dessen innerer Gebrauchwesentlich den der Thermalbäder unterstützen.

Müssen die Bäder während eines acuten Gichtanfalls ausgesetztwerden, so kann man beim Aufenthalte im Bette das Trinken desSäuerlings mit entschiedenem Nutzen fortsetzen lassen, wodurch derParoxysmus bedeutend abgekürzt und die Krisenbildung beför-dert wird.

Gichtkranke, die periodisch an chronischen Catarrhen der Blaseund Harnröhre leiden, werden das Wasser bei der Thermalkur mitgünstigem Erfolge trinken.

Auch als Nachkur eignet sich der Säuerling, wenn während derKurzeit die kritischen Erscheinungen nicht kräftig genug hervor-getreten waren, die catarrhalischen Affectionen der Schleimhäute be-