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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Arthritis.

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reits Verdickungen, Aufwulstungen herbeigeführt haben und sichSymptome beginnender Lithiasis zeigen.

Wo noch kein wirklicher Gichtparoxysmus zu Stande gekommenist, bloss Störungen der Verdauung und in der Blutbereitung vor-handen sind, lasse man das Wasser zu 4 bis 5 Gläsern, Morgensnüchtern bei massiger Bewegung vor dem Bade trinken.

Wo schon Concremente mit dem Urin abgegangen sind, ist esrathsam, kleinere Quantitäten im Laufe des Tages trinken zu lassen,damit eine dauernde Alcalescenz des Urins unterhalten werde; hierzusind G Becher und mehr erforderlich.

Bei chronischen Catarrhen der Respirationsorgane lasse man dasWasser mit warmer Milch versetzt trinken.

Was den inneren Gebrauch des* Teplitzer Wassers anbelangt,so ist es besonders zu empfehlen bei Schleimhautaffectionen der Luft-wege, des Magens und der Harnblase. Es regt die Haut- und Nie-renthätigkeit kräftig an und beseitigt die während der Badekur sohäufig eintretenden Obstructionen. Nicht selten geht Gries nach demGebrauche ab.

Gewöhnlich wird die Trinkquelle von 21° R. Temperatur be-nutzt. Doch kann man sich zur Trinkkur auch jeder anderen bedie-nen, und wo man mittelst der Wärme energisch einzuwirken beab-sichtigt und stärkere Hautkrisen hervorrufen will, wird die heisseStadtquelle von 39^° R. zu wählen sein. Die Quantität beträgt1 bis 4 Becher und darüber. Das Wasser wird entweder nach demBade während der Ruhezeit im Bett oder auch während einer massi-gen Promenade im Freien getrunken. Das Trinken im Bette ist an-zurathen, wo es nöthig ist, die Hautthätigkeit zu bethätigen und zuunterhalten; letzteres ist vorzuziehen bei Catarrhen der Respirations-organe, des Darmkanals und der Blase und bei Griesbildung.

Als sehr wirksame Quellen bei Gries- und Steinbildung und dendamit in Verbindung stehenden arthritischen Leiden, wo die dyspepti-Schen Erscheinungen vorwalten, noch keine wirklichen Gichtparoxys-men zu Stande gekommen sind und Ablagerungen in den Gelenkenfehlen, erweisen sich auch die kohlensaures Natron, Chlornatrium,Jod- und Bromnatrium enthaltenden Quellen von Iiiiliatgchowltzi» Mähren (s. S. 237) wirksam. Man lasse mit dem Amandibrun-»en beginnen, gehe dann zum Johannesbrunnen und selbst zumLuisenbrunnen über; dabei fleissiger Gebrauch der Bäder.

Die Gicht localisirt sich nicht immer in äusseren Theilen, son-dern die pathischen Stoffe machen ihre Ablagerungen in inneren

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