Arthritis.
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zuführen, von Wichtigkeit; dadurch gewinnt die Mooreide eine umso grössere Bedeutung in allen den Fällen, wo durch vermehrte undregelmässige Ausscheidung in den verschiedenen Secretionsorganen,besonders aber in der äusseren Haut, pathische Stoffe ausgeführt undursprünglich in einem Leiden der Haut begründete und von demsel-ben herrührende chronische Krankheiten beseitigt werden sollen, in-dem die Herzthätigkeit beschleunigt und die Circulation angeregtwird. (Seiche: Die Moorbäder zu Teplitz-Schönau und ihre Wirk-samkeit etc. 1858.)
Die Moorbäder reizen mithin die Haut, befördern dadurch dieTranspiration, die Circulation in den Capillargefässen und beschleu-nigen somit die Stoffmetamorphose im ganzen Körper. Sie wirkenerweichend, auflösend und zertheilend, aber aucjj zugleich stärkendund belebend.
Sie werden im Stadt- und Schlangenbade bereitet, theilsWegen der höheren Temperatur, theils wegen des grösseren Wasser-reichthums jener Quellen. Der Moor wird auch liier zuerst getrock-net, von Steinen und anderen gröberen Theilen durch den Sieb ge-trennt, dann mit einer gehörigen Menge heissen Mineralwassers ge-mengt und in einem grossen kupfernen Kessel mittelst Kohlenfeuererhitzt. Die heisse Masse wird nun in die hölzerne Badewanne ge-füllt und durch Beimischung von Moorerde und Thermalvvasser zurConsistenz eines flüssigen Breies angemacht und bis zur erforder-lichen Temperatur erwärmt, wobei jedoch der Moor fleissig durch-gerührt werden muss.
Im Bade bewege der Kranke fortwährend die Hände und Füsse,damit immer nein; warme Moorschiehteti mit der Kövperobcrfläche inBerührung kommen und reibe den ganzen Körper oder den leiden-den Theil mit der flachen Hand;
Die Dauer des Bades richtet sich nach der Krankheitsforra, In-dividualität des Kranken und der Temperatur des Bades. Gewöhn-lich sind 20 bis 25 Minuten genügend. Im Allgemeinen kann derKranke so lange im Bade verweilen, als er keine Beklemmung undEingenommenheil des Kopfes fühlt und keine ungewöhnliche Empfin-dung von Hitze oder Kälte eintritt; sobald aber l'nbchaglichkeif,Gefühl von Schwäche, Schwindel, Beängstigung, Hitze oder Frösteln»ich einstellen, muss er dasselbe verlassen. Am wirksamsten erwei-sen sich die Bäder, wenn sie in längeren Zwischenräumen oder doch»m- einen Tag um den anderen genommen werden. — Das Rei-nigungsbad, in welchem der Kranke nicht länger bleibt, als es noth-