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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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Arthritis.

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für eine Winterkur, da es sich hier nicht um eine Hervorrufung vonHaut- und Darmkrisen handelt, sondern um eine Tilgung der Dia-thesis calculosa, nämlich eine Anregung der Heilvorgänge und Aus-scheidung im uropoetischen Systeme.

Als die heilkräftigste Quelle unter allen bewährt sich in solchenFällen der Sprudel, den man in grossen Quantitäten trinken las-sen kann.

Mit dem inneren Gebrauche sind die einfachen Mineralwasser-bäder zu 25'28° R. zu verbinden, besonders wo schon podagraischeAnfälle und Ablagerungen in den Gelenken stattgefunden haben.Kräftiger wirken noch bei solchen Zuständen die Mineralmoor-bäder. Die Moorerde, die zuvor aber getrocknet und sodann ge-siebt worden, wird in die Badewanne gefüllt und sodann so vielheisses Sprudelwasser hinzugegossen, als nöthig ist, dem Bade dieConsistenz eines Breies zu geben. Die Erde braucht nicht zuvorkünstlich erwärmt zu werden, denn das Sprudelwasser besitzt einehinreichende Wärme, um dem Bade die Temperatur von 28'30° R.zu geben. Der Kranke verweile eine halbe bis dreiviertel Stundenim Bade und nehme alsdann das Reinigungsbad.

Den Kranken in Karlsbad ist während der Kur auch der Ge-brauch des Gieshübler-Säuerlings als diätetischen Getränks sehrzu empfehlen. Es ist das reinste alcalische Natronwasser, indem daskohlensaure Natron in ihm am einfachsten vorhanden ist; ausser-dem enthält es noch kohlensaures Kali, kohlensaure Magnesia undKalkerde. Ebenso eignet es sich auch als Nachkur, Monate hindurchgetrunken.

Nach vorangegangenem Gebrauche obiger Thermen wird eineBadekur in Tt-pütr. (s. S. 58) mit grossem Nulzen verordnet, wodas kräftige, an kohlensaurem Natron reiche Wasser, durch seineeigentümliche Wirkung auf die Haut, welche duftender, geschmei-diger wird, indem gleichsam das Aleali eine Seifenartige Verbindungmit der fettigen Hautseeretion eingeht, die Aufsaugung der pathi-schen Froducte zu unterstützen im Stande ist. Wo es sich daherdarum handelt, den von der Natur eingeleiteten Eliminationsprocessnach Aussen, wie er sich durch periodische Gichtparoxysmen kund-giebt, zu fördern, normale Anfälle hervorzurufen, verdienen die Te-plitzer Bäder den ersten Rang einzunehmen.

Analog wirken die Thermen von Cliaudea-Algnes, welcheschon die Römer benutzt und in deren Nähe einen Ort gebaut hat-ten, den sie Calentes aquae nannten. Die kleine Stadt liegt im