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Handbuch der Balneotherapie : practischer Leitfaden bei Verordnung der Mineralquellen, Molken, Seebäder, climatischen Kurorte &c.
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428
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Krankheiten des Digestionsapparats.

mittleren Frankreich, südlich von Saint-Flour in einer engen Ge-birgsschlucht, umgeben von der langen granitischen, unter dem NamenMargeride bekannten Kette, gegen Westen und forden von der vul-kanischen Gruppe des Cantal und gegen Süden von dem vulkanischenGebirge Aubrac. Die Quellen, von denen die heisseste Source du Par70° R. zeigt, die anderen 56°, 57|°, 45° und 49^° heiss sind, entsprin-gen aus einem gneusartigen Glimmerschiefer. Sie sind arm an festenßestandtheilen, unter welchen aber das kohlensaure Natron über-wiegt. Nach Berthier enthält die heisseste Quelle in 16 Unzen:

Kohlensaures Natron

4,546 Gran.

Kohlensaure Magnesia

0,060

Kohlensaure Kalkerde

0,353

Schwefelsaures Natron

0,245 -

Chlornatrium

1,006 -

Chlormagnesium

0,053 -

Kieselsäure

0,108

Eisenoxyd

0,046 -

Kieselsaure Kalkerde

0,015

Bituminöse Materie

0,046 -

Summa 6,478 Gran.

Die Feigere - Quelle von 45° wird zum inneren Gebrauche, dieSource du Par zu Bädern und Douchen benutzt.

Arthritiker, bei denen schon Desorganisationen der Gelenke vor-handen, pflegen hohe Wärmegrade sehr gut zu ertragen; im Allge-meinen leisten in i>pll<x. die warmen und heissen Bäder (Stadt-,Fürsten-, Gürtlerbad, in Schönau die heisseren Logen des Schlangen-bades No. 6 und 7) das Meiste. Doch gebietet die Constitution derKranken und die Form der Gicht mehr oder weniger eine Berück-sichtigung. Bei leicht erregbaren Individuen, bei denen Congestiv-zustände aufzutreten pflegen und in den leichteren Krankheitsformensind die lauen Bäder zu 2528° R. zu verordnen. Wenn jedoch derTurgor vitalis der Haut nur gering ist und bei der Cephalaea. oderdem Asthma arthriticum sind höhere Temperaturgrade erforderlich,nämlich warme Bäder von 28 ü0° R. In den ersteren Fällen kön-nen laue Bäder sogar Schaden stiften, weil dadurch die Gel'ässthä-t'gkeit herabgestimmt und so leicht ein Zurücksinken der Gicht ver-anlasst werden kann. Bei Cephalaea arthritiea sind dagegen dieheissen Bäder zu vermeiden, wenn Schwindel oder eine Art Benom-menheit den Verdacht einer Affection des inneren IVrieraniums regemachen. Dasselbe gilt von der giclitisehen Ltiugenlileiioiihoe mit