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Krankheiten des Digestionsapparats.
genommen, anfangs nur einen Tag um den anderen; die mittlereDauer eines Bades beträgt eine halbe Stunde.
Während der Brunnen- und Badekur pflegen sieh nicht seltenstarke Sedimente von harnsauren oder phosphorsauren und Oxalsäu-ren Salzen im Urin abzulagern, die Haut eine grosse Neigung zuSchweissen zu zeigen und eigentümliche papulöse und vesiculöseAusschläge hervorzubrechen, die gruppenweise vertheilt sind oderwirkliche Furunkeln.
Sind bedeutende Affectionen der Unterleibsorgane vorhanden,leidet besonders die Leber, was sich durch Auftreibung des rechtenHypochondriums, Empfindlichkeit des linken Leberlappens, dunklenTeint mit icterischer Färbung der Conjunctiva, Trägheit des Stuhl-gangs, hypochondrische Verstimmung zu erkennen giebt, lagern sichim Urine bedeutende Sedimente harnsaurer Salze ab, die sieh schonin Form des Grieses conglomerirt haben, mit Störungen von Seitender Harnwerkzeuge, Dysurie, Schmerzen in der Nierengegend, inden Schenkeln u. s. w., und haben wir pastöse Individuen vor uns,von torpider Constitution mit Neigung zur Fettbildung, so leisten dieThermen von Karlsbad die trefflichsten Dienste.
Oft pflegen während oder nach der Kur kleine Steine abzuge-hen, oder es stellen sich Ilaemorrhoidalblutungen oder wirkliche Po-dagraanfalle ein. Der früher stark sauer reagirende Urin wird neu-tral, und endlich wohl gar alcalisch.
Fleck leg (Brunnenärztlicher Bericht über die Saison von 1845.)theilt einen merkwürdigen Fall mit, wo sich beim Gebrauche der Ther-men, ohne Hülfe der Kunst, aus den aufgebrochenen Gichtknoten anden Füssen, steinigte Concremente von der Grösse einer Erbse, Bohne,bis zu der eines Hühnereies ausschieden. Der 68 Jahre alte Krankewurde schon im 29sten Jahre von dem ersten Podagraanfalle heimge-sucht, und im 34sten zeigten sich die ersten Spuren von Gichtknotenam linken Fussgelenke. In den letzten 12 Tagen der Kur konnte dersonst nur an Krücken gehende Kranke ohne Beihülfe derselben alleinzu den Quellen sich begeben. — Die Concremente bestanden der che-mischen Analyse zufolge aus harnsaurem Natron.
Schon Becher (Neue Abhandlungen über das Karlsbad. 1789.)hebt hervor, dass das Wasser Monate, auch Jahre hindurch gebrauchtwerden müsse, wenn man seinen Zweck erreichen will, daher ist sol-chen Kranken die Fortsetzung der Brunnenkur im Winter, entwederam Kurorte selbst oder mittelst des versandten Schlossbrunnensanzuempfehlen. Nach Fle ekles eignen sich solche Leiden am besten